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Pfarreiengemeinschaft

Pfarreiengemeinschaft: Pfarrer Reinhard Walterbach verabschiedet

Eingereicht von ACP am 02. Jun 2022 - 11:57 Uhr

Am letzten Wochenende im Mai 2022 hat sich Reinhard Walterbach als Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Georgsmarienhütte-Ost in zwei festlichen Gottesdiensten verabschiedet. Bei seiner Abschiedspredigt sagte er u.a.: „Was soll ich nach fast 16 Jahren als Pfarrer in Georgsmarienhütte noch sagen? Das erste Wort heißt: Abdanken. Ich danke ab. Das heißt: Ich verabschiede mich als Pfarrer mit Dank. Mit Dank gegenüber Gott und vielen Menschen, die ich kennengelernt habe, und die mir in guter Erinnerung bleiben werden. Wunderbare Menschen durfte ich erleben im Pfarrhaus, in Gremien, Vorständen, Einrichtungen, Zusammenkünften, in den Sakristeien und Kirchen, an den Orgeln und bei vielen Unternehmungen und Aktionen.

Mich erfüllt ein großer Dank an viele Menschen, die in Treue und Redlichkeit ihren Glauben an den dreieinigen Gott in der Liturgie, in Katechese und Caritas gelebt haben, die sich haupt- und ehrenamtlich engagierten. Ich danke daher ab in Heiterkeit und natürlich auch mit etwas Wehmut. Es war für mich eine schöne Zeit und eine gute Zeit.

Natürlich gab es auch Enttäuschungen und Frust. Besonders schmerzten mich die vielen Austritte aus der Kirche, weil nicht der Austritt das Gebot der Stunde gerade in Krisenzeiten sein sollte, sondern der stärkere Auftritt, um die Kirche im Geiste Jesu zu erneuern. Und es gibt doch aus meiner Sicht viel mehr Gründe, in die Kirche einzutreten als auszutreten.

Die Kirche ist eine Gemeinschaft aus Sündern und Heiligen, und als solche das Volk Gottes. Ich liebe die Kirche, aber manchmal leide ich auch an ihr, doch die guten Erfahrungen überwiegen, und deshalb danke ich ab mit Hoffnung und Zuversicht und werde mich auch weiterhin in der Kirche engagieren und neue, kleinere Aufgaben übernehmen.

Ich möchte gehen, ohne meine Art des Dienens, meine Möglichkeiten, meine Fähigkeiten und Grenzen und Eigensinnigkeiten meinen Nachfolgerinnen und Nachfolgern als Diktate zu überlassen. Es wird sicher manches anders werden, und das ist auch gut so.

Ich danke ab, damit es auch einen neuen Weg in unserer Pfarreiengemeinschaft geben kann, einen neuen Weg, in der Treue zum Evangelium und nahe bei den Menschen. Möge Gottes guter Geist sie alle weiter begleiten und bleiben wir im

Gebet und in Einheit miteinander und füreinander verbunden. Gottes Geist stärke uns in Gegenwart und Zukunft.“

Weiter Pfr. i.R. Reinhard Walterbach aus Lingen: Herzlich danken möchte ich für die guten Worte und Wünsche zu meiner Verabschiedung, zu den Zeichen der Verbundenheit und die große Unterstützung der Stiftung der Netter Schwestern „Caritas Christi urget“.

Gern und dankbar erinnere ich mich an die vielen Weggefährten in den letzten 16 Jahren. An die Mitbrüder Hartmut Sinnigen, Jens Brandebusemeyer, Dr. Wolfgang Seegrün, Dieter Woldering, Viktor Schneider, Lothar Flohre, Friedel Schönhoff, Reinhold Scharf, Dieter Broxtermann, Dr. Godfrey Oleri, Aloys Schulte, Maik Stenzel, Pater Sebastian, Christoph Konjer, Rainer Kloppenburg, Pastor Dr. Sabu, Thilo Wilhlem, Markus Brinker, Gerd Stuller, Ansgar Wilker, Bernd Kulgemeyer, Michael Langkamp.

An die Gemeinde- und Pastoralreferentinnen: Sr. Vitalia, Monika Dunkel, Andrea Bensmann, Ansgar Witzke, Nina Heskamp, Franziska Weber, Nathalie Jelen, Angelika Tautz, Stefanie Lübbers, Michelle van de Walle, Marco Nobis, Christina Kisters, Ann-Christin Hellermann, Marlene Plogmann. An meine Haushälterinnen: Monika Schulz, Doris Pohlmann und Ruth Brunemann.

An die gute Zusammenarbeit mit den Pfarrsekretärinnen, Küstern und Küsterinnen, Organisten, Hausmeister, dieVorsitzenden der Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände, an die Mitglieder in den Vorständen von Vereinen und Verbänden, an die Sr. Anna Schwestern.

Dankbar war ich für die Beiträge der Kinder-, Jugend-, Erwachsenenchöre; das große Engagement in den Kindertagesstätten, in den sozialen Einrichtungen unserer Gemeinden und in den Büchereien. In lebendiger Erinnerung bleiben die großen Ökumenischen Gottesdienste und Veranstaltungen, und die Zusammenarbeit mit den städtischen Behörden und den Bürgermeistern Heinz Lunte, Ansgar Pohlmann und Dagmar Bahlo.

Viele Gespräche führten zu einer guten Kooperationsvereinbarung und Präventionsordnung der PGGO. Festliche Gottesdienste wurden in unseren schönen Kirchen gefeiert. Anspruchsvolle Bauprojekte: Kolumbarium, Renovierung St. Peter und Paul, Bauaktivitäten in den Kindergärten konnten realisiert werden. Gemeindefahrten, Wallfahrten, Jugendaktionen, Freizeiten und Zeltlager, Konzerte und Pfarrfeste prägten die einzelnen Jahre. Viel Freude machte mir die Begegnung mit vielen Gemeindemitgliedern bei Geburtstagen, die Spendung der Sakramente und Sakramentalien und die Begleitung von vielen Menschen in Freud und Leid. Ich grüße alle Gemeindemitglieder ganz herzlich aus Lingen. Viele Kartons müssen noch ausgepackt werden. Ein neuer Lebensabschnitt hat begonnen. Bleiben wir im Gebet verbunden.

Auf Wiedersehen - Reinhard Walterbach, Pfarrer i. R.