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Sonntagswort

Sonntagswort: 8. Sonntag im Jahreskreis – 26./27.02.2022

Eingereicht von MK am 24. Feb 2022 - 23:09 Uhr

Lukas 6,39-45
Es gibt unterschiedliche Arten von Blindheit.
Ich kann zum Beispiel blind dafür sein, dass es mein Leben verdüstert, wenn ich immer auf die Fehler anderer achte, sie vielleicht sogar suche. Das vergiftet mich. Wie schöner, wie heller ist es, das in den Blick zu nehmen, was andere gut können, was ihnen gelingt.
Es gibt natürlich die Blindheit für die eigenen Fehler, Jesus spricht es deutlich an. Doch es gibt auch eine Blindheit für die Möglichkeit, dass ich anders leben kann. „So bin ich eben“ – dieser Satz ist formulierte Blindheit.
Nein, ich kann anders sein. Ob ich nur gute Früchte hervorbringen werde, ist unwahrscheinlich. Es gibt die guten und bösen Früchte im Leben. Und niemand sollte blind sein für die Möglichkeit, immer wieder zu versuchen, es besser zu machen.
Das ist keine christliche Leistungssteigerung, sondern Leben aus dem Vertrauen auf die Gnade und Vergebung Gottes.
Das ist vielleicht die schlimmste Blindheit: Dass ich Gott nicht zutraue, dass er mein Leben verändern kann. Dass ich nicht daran glauben kann, dass Gott mir meine Fehler vergibt und immer Neuanfang möglich ist. In der nächsten Woche beginnt die Fastenzeit: Zeit, sehend zu werden für Gottes Möglichkeiten auch in meinem Leben.

Einen schönen Sonntag und eine gute
Woche wünschen die Mitglieder des Pastoralteams