Newsbeiträge

Sonntagswort

Sonntagswort: 28. Sonntag im Jahreskreis –09./10.10.2021

Eingereicht von MK am 08. Okt 2021 - 09:22 Uhr

Markus 10,17-30
Diese Erzählung ist ein Wunder. Nicht weniger. Sie hat eine schöne Schale und einen noch schöneren Kern. Die Schale ist das Reichsein und dennoch Sehnsucht, der Kern ist das Liebhaben und baldige Wiederkommen.
Der junge, reiche Mann und seine Sehnsucht werden die Oberhand behalten, so dürfen wir hoffen. Er wird jetzt den Weg Jesu verfolgen, aus einem gewissen Abstand. Er wird bald das eine oder andere seines Besitzes weggeben. Und nach ein paar Wochen wird er wieder bei Jesus sein und wieder fragen: Was kann ich noch tun für mein ewiges Leben?
Er wird es tun um der Umarmung willen, die er von Jesus erfuhr. Jesus verspottet ihn nicht, Jesus lästert nicht, Jesus zürnt ihm nicht – nein, er umarmt ihn. Weil Jesus ahnt, wie schwer es ist, sich von Besitz zu trennen und alleine Gott zu vertrauen.
Schwer ist es dann, wenn man den Besitz immer hatte, ein Leben lang, und soll ihn auf einmal weggeben. Leichter ist es, wie bei Jesus, wenn man lange nichts hat. Wer dann etwas dazu erhält, trennt sich auch leichter. Leichter als der junge Mann mit seiner Sehnsucht. Weil sie echt ist, wird sie obsiegen über seinen Reichtum.
Vielleicht steht er eines Tages auch mit nichts vor Jesus. Und sagt nur: Hier bin ich. Dann wird Jesus ihn gar nicht mehr entlassen aus seinen Armen.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams