Kirchliche Feste im Jahreskreis

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Unser Kirchenjahr

Liebe Eltern,

die Kirchengemeinde St. Peter und Paul und die Kindertagesstätte St. Marien möchten ihnen im Kindergartenjahr 2017/2018 Informationen

„Rund um unser Kirchenjahr“

geben.

Diese Informationen sind in Kooperation mit der Domgemeinde St.Petrus, Osnabrück entstanden.

In dieser Information erfahren sie die Bedeutung und den Hintergrund von kirchlichen Festen. Oft gibt es auch einige Anregungen, wie dieses Fest in der Familie gefeiert werden kann.

Wir wünschen ihnen im kommenden Jahr viel Freude mit den Informationen.

Viele Grüße aus der Kirchengemeinde und der Kindertagesstätte

Claudia Rohlauf


Fronleichnam

Das Hochfest des Leibes und Blutes Christi.
Das Wort Fronleichnam stammt von dem mittelalterlichen Wort "Vronlichnam". Darin stecken die drei alten Wörter: "vron" = göttlich; "lieh" = Körper, Leib; und "hama" = Hülle. Fronleichnam bedeutet also "die göttliche Hülle des Leibes".

Es ist ein Erinnerungsfest an die Einsetzung der Eucharistie beim letzten Abendmahl und müsste eigentlich als Freudenfest am Gründonnerstag gefeiert werden. Da am Gründonnerstag aber die Passion im Vordergrund steht, wurde ein Freudenfest zu diesem Zeitpunkt als unangebracht empfunden und daher der Termin dafür an das Ende der österlichen Zeit gelegt.

So feiern wir dieses Fest jedes Jahr am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitssonntag (= der Sonntag nach Pfingsten). Dabei gehen die Gemeinden nach draußen, durch die Straßen und tragen dabei den Leib Christi in einer "Monstranz" mit. Es ist sozusagen eine Demonstration mit der gezeigt werden soll: Christus geht mit uns.

An verschiedenen Stationsaltären auf dem Prozessionsweg wird mit der Monstranz der Segen gespendet und zwar immer in alle vier Himmelsrichtungen. Damit soll deutlich werden, dass Gottes Heilszusage und seine Zuwendung allen Menschen gilt und dass alle von ihm eingeladen sind.

Wie das Fest entstand:

Auslöser für das Fest war eine Vision der Ordensfrau Juliana von Lüttich (gest. 1258). Sie verlor im Alter von 5 Jahren ihre Eltern und kam so ins Kloster der Augustinerchorfrauen. Mit 16 Jahren kommt ihr ein Bild vor Augen, dass sie zutiefst bewegt. Immer wieder sieht sie einen leuchtenden Vollmond, der aber durch einen schwarzen Fleck etwas verdunkelt ist. Lange rätselt sie über dessen Bedeutung. Die Überlieferung erzählt: Christus selbst habe ihr offenbart, dass der Mond das Kirchenjahr bedeute und der schwarze Fleck das Fehlen eines Festes anzeige. Dieses Fest sei ein Fest von der Gegenwart des Herrn in der Gestalt des Brotes, in der Hostie. 20 Jahre erzählt Juliana nichts von ihrer Vision, aber im Jahre 1230 soll sie von Gott den Auftrag erhalten haben, dies in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Doch sie wird ausgelacht, beschimpft und als schwärmerische Betschwester abgetan. Irgendwann verlässt sie das Kloster, nur wenige halten zu ihr. Unter anderem ihr Beichtvater der Erzdiakon Jakob von Troyes, der spätere Papst Urban. Dank diesem Fürsprecher geschieht es doch, dass der Bischof von Lüttich im Jahr 1247 ein solches Fest für seine Diözese anordnet. Juliana stirbt einsam im April 1258. Sechs Jahre später, im Jahr 1264 ordnet Papst Urban das Fest Fronleichnam für die ganze Kirche als Hochfest an.

Allerdings gab es erhebliche Vorbehalte dagegen, eine geweihte Hostie nach draußen zubringen. Doch nach einem Konzil und vielen Auseinandersetzungen setze sich das Fest in seiner heutigen Form gegen Ende des 14. Jahrhunderts durch.

Was wir in der Familie tun können:

- Unsere Welt, unser Alltag, unsere Arbeit und Freizeit, das Erleben in Kindergärten und Schulen, alles hat mit Gott zu tun, überall ist Gott gegenwärtig. Wir nehmen an der Fronleichnamsprozession unserer Gemeinde teil und zeigen damit allen Menschen: Gott ist mitten unter uns!

- Weil wir bei der Prozession sozusagen Gott durch unsere Straßen tragen , wollen wir sie ihm zu Ehren auch schmücken: Dazu können wir Blumen sammeln und ein Bild aus Blüten und Blättern an den Wegrand legen, an dem die Prozession vorbeiführt. Oder wir nehmen Straßenmalkreide und malen ein passendes Bild auf die Straße.

- Wir basteln eine Demo-Fahne: Wir nehmen einen Stock und befestigen daran eine Fahne aus festem Papier oder Stoff. Darauf malen wir ein Symbol, durch das die Menschen am Straßenrand erkennen können, was mit der Prozession oder auch Demonstration gezeigt werden soll: Ein Bild für Jesus Christus und seine Liebe zu uns. Was fällt uns dazu ein? '" (z.B.: Kreuz, Brot und Wein, Osterkerze" ...) Diese Fahne können wir dann auch mit zur Prozession nehmen.

Für uns selbst:
Die Prozession zu Fronleichnam kann eine wichtige Dimension unseres Glaubens verdeutlichen: Als große Gemeinschaft, als Volk Gottes sind wir gemeinsam unterwegs. Wir gehen durch unser Leben - und dabei gehen wir nicht als einzelne und nicht ohne die Begleitung Gottes