Kirchliche Feste im Jahreskreis

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Unser Kirchenjahr

Liebe Eltern,

die Kirchengemeinde St. Peter und Paul und die Kindertagesstätte St. Marien möchten ihnen im Kindergartenjahr 2017/2018 Informationen

„Rund um unser Kirchenjahr“

geben.

Diese Informationen sind in Kooperation mit der Domgemeinde St.Petrus, Osnabrück entstanden.

In dieser Information erfahren sie die Bedeutung und den Hintergrund von kirchlichen Festen. Oft gibt es auch einige Anregungen, wie dieses Fest in der Familie gefeiert werden kann.

Wir wünschen ihnen im kommenden Jahr viel Freude mit den Informationen.

Viele Grüße aus der Kirchengemeinde und der Kindertagesstätte

Claudia Rohlauf

Aschermittwoch

Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit der Christen. Sie dauert genau 40 Tage- bis zum Ostersonntag. Dem Wesen nach dient die Fastenzeit der Vorbereitung auf das Osterfest. 40 Tage lang zog sich Jesus in die Wüste zurück um alleine zu sein, zu fasten und zu beten, bevor er nach Jerusalem ging. Die Zahl 40, die in der Bibel in verschiedenen Zusammenhängen immer wieder auftaucht, ist eine symbolische Zahl für eine Zeit der Prüfung, der Erwartung, der Vorbereitung und Umkehr.
„Kehre um“, wie es in den Lesungen des Tages heißt, ist eine Aufforderung, das Alte zu verlassen und Neues, Ungewohntes zu wagen. Es ist die Einladung, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, sich selbst besser anzunehmen mit seinen Stärken und Schwächen, seiner Vergangenheit und Zukunft und sich die Frage zu stellen: Was macht mein Leben reich(er), was hält mich ab von der Fülle des Lebens, die Gott den Menschen geschenkt hat? Durch das Fasten, den Verzicht auf etwas, sollen Freiräume hierfür eröffnet werden. Im 10. Jahrhundert war es üblich, dass Menschen, die sich durch ihre Lebenspraxis vom Glauben und von der Gemeinschaft der Glaubenden entfernt hatten, am Aschermittwoch ein Bußhemd anzogen, sich mit Asche bestreuten und die folgenden 40 Tage zur Buße nutzten. Seit dem 11. Jahrhundert ist es üblich, dass alle Gottesdienstmitglieder das Aschekreuz empfangen. Hierzu zeichnet der Priester den Gläubigen im Gottesdienst ein Aschekreuz auf die Stirn. Diese Asche stammt von verbrannten Palmzweigen des Vorjahres. Die Asche soll an die Vergänglichkeit allen irdischen Lebens erinnern, daher spricht der Priester dazu: "Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zu Staub zurückkehren wirst.

Ursprünglich gab es in der Fastenzeit nur eine Mahlzeit am Tag, nämlich am Abend, ohne Fleisch und Wein. Der Verzicht war verbunden mit der Unterstützung Armer und Notleidender. Heute ist dieses strenge Fasten nur für den Aschermittwoch und den Karfreitag vorgesehen,

Was wir in der Familie tun können:
Alles hat seine Stunde...
Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit. Eine Zeit zum Weinen, eine Zeit zum Lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz.
(Koh 3, 1-4 )

Zeit zum Nachdenken:
- Wir sammeln die übrig gebliebenen Luftschlangen der Karnevalsfeiern ein und räumen gründlich auf (Damit Neues Raum haben kann, muss das Alte weichen. Wenn Alltagsballast geräumt wird, werden wir frei um neu zu denken)

- Dann setzen wir uns in der Familie zusammen:
Die übriggebliebenen Luftschlangen werden in eine feuerfeste Schale gelegt und gemeinsam erinnern wir uns an das Gute der letzen Tage. Aber gab es auch etwas, was uns traurig gemacht hat? Vielleicht war trotz der allgemein lustigen Stimmung jemand alleine, vielleicht gab es Streit, vielleicht…
Wir erzählen uns dies gegenseitig. Dann zünden wir die Luftschlagen an als Zeichen dafür, dass dies (Gute und Traurige) nun vorbei ist.

- Die bunten Luftschlangen existieren nun nicht mehr. Wir können gemeinsam überlegen, was wir in Zukunft eventuell ändern können, damit das Traurige nicht mehr wieder vorkommen muss, wie wir selbst Neues entstehen lassen können.

- Als Zeichen für einen Neuanfang können wir die Asche mit Blumenerde vermischen und in kleine Blumentöpfe füllen. Anschließend werden Weizenkörner eingesät. An einem kühlen, geschützten Ort wächst hieraus, wenn es vorsichtig gegossen wird, bis zum Osterfest "Ostergras", was wir für unsere Osternester nuten können

Die Fastenzeit

Mit dem Aschermittwoch hat die Fastenzeit begonnen. Fasten wird fast immer einfach mit Verzicht gleichgesetzt. Dabei hat das Fasten nichts damit zu tun, in Sack und Asche herum zu laufen. Fasten bedeutet auch nicht, mit traurigem Gesicht Opfer zu bringen und sich selbst zu quälen, um sich auf diese Weise einen Platz im Himmel zu sichern. Vielmehr wissen wir aus der Bibel, das Jesus gesagt hat: "Wenn du fastest, salbe dein Haar und wasche dein Gesicht." (Mt 6,16-17). Daraus wird vielleicht deutlich, dass mit dem Fasten etwas Positives gemeint ist, etwas, was dem Menschen gut tut. Es ist ein Prozess der inneren Befreiung, der ganz bewussten persönlichen Weiterentwicklung und somit ein Ausdruck der Lebensfreude.
Beim Fasten sollte es nicht einfach automatisch um einen Verzicht auf Essen gehen, sondern vielmehr um das Loslassen einiger Angewohnheiten, damit Gedanken und Energien frei werden, um sich auf etwas Neues konzentrieren zu können. Kurz gesagt: Fasten heißt frei werden von allem, was den Blick auf das Wesentliche unseres Lebens verstellt.
Auch im Kirchenraum spiegelt sich dieser Gedanke der Fastenzeit wieder. Seit dem 11. Jahrhundert wurden Tücher aufgehängt, durch die alle Bilder und Kreuze verhüllt waren. Bis heute wird in vielen Kirchen das zentrale Kreuz im Kirchenraum verhüllt, meist mit dem so genannten Hungertuch. Damit soll deutlich werden: Das Kreuz wie es dort hängt ist "nur" ein Bild. Die Verhüllung ist ein Hinweis auf das schwer in Bildern fassbare, nämlich das Leben - Sterben - und die Auferstehung Jesu Christi, durch die wir selbst vom Tod erlöst sind.

Übrigens:
Durch die Evangelientexte der sechs Fastensonntage wird uns jedes
Jahr der Weg Jesu vor Augen geführt:
1. Fastensonntag: Die Versuchung Jesu. Auch Jesus sah sich in seinem Leben vor "Wegkreuzungen" gestellt, musste verlockenden Versuchungen widerstehen und menschliche Schwächen in den Griff bekommen.
2. Fastensonntag: Die Verklärung Jesu
Es wird ganz deutlich die Zusage gegeben, dass Jesus tatsächlich der Messias, der Erlöser ist.
3. Fastensonntag: Reinigung und Umkehr
4. Fastensonntag: Heilung, Erlösung und Versöhnung
5. Fastensonntag: Überwindung des Todes und Neuanfang des Lebens
6. Fastensonntag: Palmsonntag - Passionsgeschichte, also die Ereignisse um die Gefangennahme

Was wir in der Familie tun können:
Ein Ziel der Fastenzeit ist unter anderem auch Solidarität mit den Armen zu zeigen.
- In vielen Kirchengemeinden gibt es Fastenessen - einfaches Essen - durch deren Spendenerlös beispielsweise Misereorhilfsprojekte unterstützt werden. Warum nehmen wir nicht einmal an einem solchen Essen teil?
- Oder wir verzichten an einem Sonntag einmal auf das gute Sonntagsessen oder unser Lieblingsessen und kochen stattdessen etwas, was Familien in anderen Ländern essen würden. So können wir uns viel besser in deren Lage versetzen, als wenn wir nur davon erzählen:

Sorgenpüppchen
In Mittelamerika ist es Brauch, jeden Abend einer kleinen Sorgenpuppe den Kummer zu erzählen. Diese Puppe wird über Nacht unter das Kopfkissen gelegt. Sie glauben, dass die Püppchen ihnen helfen, am nächsten Tag alle ihre Probleme zu lösen.
Zum Basteln nimmt man eine Holzperle. Ein Pfeifenputzdraht wird durch das Loch gezogen und anschließend zu einem Körper gebogen. Mit Filzstift wird ein Gesicht auf die Perle gemalt. Dann umwickelt man mit bunten Wollfäden den Körper.

Man benötigt einen großen Blumenkasten mit Erde, verschiedene Blumensamen oder Zwiebeln, buntes Papier, Schaschlikspieße, Schere, Klebstoff
Als erstes basteln wir aus dem buntem Papier und den Spießen kleine Fähnchen jedes Familienmitglied bekommt dafür eine eigene Farbe. (Für jeden Tag der Fastenzeit eines.)
Jeden Abend trifft sich die Familie im Wohnzimmer. Einer darf einen Samen oder eine Zwiebel in die Erde setzen. Die Blume soll für einen Menschen stehen, an den wir an diesem Tag besonders denken möchten. Dazu sprechen wir ein Gebet für diesen Menschen. Dann darf der Pflanzende sein Fähnchen dazu setzen, welches vorher auf der einen Seite mit dem Namen der Blume, auf der anderen mit dem Namen des Menschen, für die sie steht, beschriftet wurde.
Am Ostersonntag wird der Blumenkasten dann zum Teil des Gartens oder Balkons, später können die Blumen vielleicht sogar richtig eingepflanzt werden. So können uns die Blumen bis weit in den Sommer hinein an die Menschen erinnern, für die wir sie gepflanzt haben.

Brauchtum
Am 4. Fastensonntag (Laetare: Freue dich), der in einigen Gegenden als erster Frühlingstag galt, wird an vielen Orten mit Spielen und Umzügen der Winter "ausgetrieben".
Die Fastenzeit

Mit dem Aschermittwoch hat die Fastzeit begonnen. rasten wird fast immer einfach mit Verzicht gleichgesetzt. Dabei hat das Fasten nichts damit zu tun, in Sack und Asche herum zu laufen. rasten bedeutet auch nicht, mit traurigem Gesicht Opfer zu bringen und sich selbst zu quälen um sich auf diese Weise einen Platz im Himmel zu sichern, Vielmehr wissen wir aus der Bibel, das Jesus gesagt hat: "Wenn du fastest, salbe dein Haar und wasche dein Gesicht." (Mt 6,16-17). Daraus wird vielleicht deutlich, dass mit dem Fasten etwas Positives gemeint ist, etwas, was dem Menschen gut tut. Es ist ein Prozess der inneren Befreiung, der ganz bewussten persönlichen Weiterentwicklung und somit ein Ausdruck der Lebensfreude.
Beim Fasten sollte es nicht einfach automatisch um einen Verzicht auf Essen gehen, sondern vielmehr um das Loslassen einiger Angewohnheiten, damit Gedanken und Energien frei werden, sich auf etwas Neues konzentrieren zu können. Kurz gesagt: Fasten heißt frei werden von allem, was den Blick auf das Wesentliche unseres Lebens verstellt.
Auch im Kirchenraum spiegelt sich dieser Gedanke der Fastenzeit wieder. Seit dem 11. Jahrhundert wurden Tücher aufgehängt, durch die alle Bilder und Kreuze verhüllt waren. Bis heute wird in vielen Kirchen das zentrale Kreuz im Kirchenraum verhüllt, meist mit dem so genannten Hungertuch. Damit soll deutlich werden: Das Kreuz wie es dort hängt ist "nur" ein Bild. Die Verhüllung ist ein Hinweis auf das schwer in Bildern fassbare, nämlich das Leben - Sterben - und die Auferstehung Jesu Christi, durch die wir selbst vom Tod erlöst sind.

Übrigens:
Durch die Evangelientexte der sechs Fastensonntage wird uns jedes
Jahr der Weg Jesu vor Augen geführt: Fastensonntag: Die Versuchung Jesu
Auch Jesus sah sich in seinem Leben vor "Wegkreuzungen" gestellt, musste verlockenden Versuchungen widerstehen und menschliche Schwächen in den Griff bekommen. Fastensonntag: Die Verklärung Jesu
Es wird ganz deutlich die Zusage gegeben, dass ]esus tatsächlich der Messias, der Erlöser ist. Fastensonntag: Reinigung und Umkehr Fastensonntag: Heilung, Erlösung und Versöhnung Fastensonntag: Überwindung des Todes und Neuanfang des Lebens Fastensonntag: Palmsonntag - Passionsgeschichte, also die Ereignisse um die Gefangennahme

Was wir in der Familie tun können:
Ein Ziel der Fastenzeit ist unter anderem auch Solidarität mit den Armen zu zeigen.
- In vielen Kirchengemeinden gibt: es Fastenessen - einfaches Essen - durch deren Spendenerlös beispielsweise Misereorhilfsprojekte unterstützt werden. Warum nehmen wir nicht einmal an einem solchen Essen teil?
- Oder wir verzichten an einem Sonntag einmal auf das gute Sonntagsessen oder unser Lieblingsessen und kochen stattdessen etwas, was Familien in anderen Ländern essen würden. So können wir uns viel besser in deren Lage versetzen, als wenn wir nur davon erzählen:

Sorgenpüppchen
In Mittelamerika ist es Brauch, jeden Abend einer kleinen Sorgenpuppe den Kummer zu erzählen. Diese Puppe wird über Nacht unter das Kopfkissen gelegt. Sie glauben, dass die Püppchen ihnen helfen, am nächsten Tag alle ihre Probleme zu lösen.
Zum Basteln nimmt man eine Holzperle. Ein Pfeifenputzerdraht wird durch das Loch gezogen und anschließend zu einem Körper gebogen. Mit Filzstift wird ein Gesicht auf die Perle gemalt. Dann umwickelt man mit bunten Wollfäden den Körper.

Man benötigt einen großen Blumenkasten mit Erde, verschiedene Blumensamen oder - zwiebeln, buntes Papier, Schaschlikspieße, Schere, Klebstoff
Als erstes basteln wir aus dem buntem Papier und den Spießen kleine Fähnchen jedes Familienmitglied bekommt dafür eine eigene Farbe. (Für jeden Tag der Fastenzeit eines.)
Jeden Abend trifft sich die Familie im Wohnzimmer. Einer darf einen Samen oder eine Zwiebel in die Erde setzen. Die Blume soll für einen Menschen stehen, an den wir an diesem Tag besonders denken möchten. Dazu sprechen wir ein Gebet für diesen Menschen. Dann darf der Pflanzende sein Fähnchen dazu setzen, welches vorher auf der einen Seite mit dem Namen der Blume, auf der anderen mit dem Namen des Menschen, für die sie steht, beschriften wurde.
Am Ostersonntag wird der Blumenkasten dann zum Teil des Gartens oder Balkons, später können die Blumen vielleicht sogar richtig eingepflanzt werden. So können uns die Blumen bis weit in den Sommer hinein an die Menschen erinnern, für die wir sie gepflanzt haben.

Brauchtum
Am 4. Fastensonntag (Laetare: Freue dich), der in einigen Gegenden als erster Frühlingstag galt, wird an vielen Orten mit Spielen und Umzügen der Winter "ausgetrieben".