Newsbeiträge » Sonntagswort

27./28. Sonntag im Jahreskreis – 01./02. und 08./09.10.2022

Eingereicht von MK am 01. Okt 2022 - 15:32 Uhr

Einführung von Pfarrer Bernhard Lintker
Pastor Bernhard Lintker wird an diesem Sonntag (02.10.) um 15:00 Uhr in einem festlichen Gottesdienst in St. Peter und Paul von Dechant Michael Wehrmeyer als Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Georgsmarienhütte-Ost eingeführt.

Alle Gemeindemitglieder sind zu diesem Gottesdienst herzlich eingeladen. Ein Projektchor wird die Feier musikalisch mitgestalten.

Statt persönlicher Geschenke zur Einführung wünscht sich Pastor Lintker eine Gabe in die Kollekte des Einführungsgottesdienstes. Die Kollekte ist bestimmt „Für Familien in Not in Georgsmarienhütte“.

Nach dem Gottesdienst findet ein Empfang im Pfarrsaal statt. Zum Empfang sind offizielle Vertreter kirchlicher und staatlicher Einrichtungen, die Mitglieder der Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände, Vorstandsmitglieder der kirchlichen Vereine und Verbände, ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Gemeinden sowie alle Gemeindemitglieder der Pfarreiengemeinschaft herzlich eingeladen.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


25./26.. Sonntag im Jahreskreis – 17./18.09. und 23./24.09.2022

Eingereicht von MK am 03. Sep 2022 - 13:25 Uhr

Am Gelde hängt es, zum Gelde drängt es

Geld, Besitz, Vermögen:
ein guter Diener, aber ein schlimmer,
ein schädlicher Schinder-Herr!

Geld kann Leben fördern,
Menschen aufhelfen,
Leben in Würde schenken.

Doch wo Eigentum, Vermögen, Besitz
nicht genutzt, sondern vergötzt werden,
liegt nicht nur Irrtum vor, sondern Verderben.

„Am Gelde hängt es, zum Gelde drängt es …“
Doch Jesu Gleichnis ruft zur Freiheit auf,
dem Leben zu dienen, nicht dem Geld.

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Lk 16,1-13)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 09/2022, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de
In: Pfarrbriefservice.de

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams

Sonntagsbriefe bis zu den Herbstferien werden vorerst im zweiwöchigen Rhythmus erscheinen.

Sonntagsbrief 19.09. u. 24.09.22


21./22.. Sonntag im Jahreskreis – 21.08./28.08.22

Eingereicht von MK am 16. Jul 2022 - 12:09 Uhr

Keine Reservierungen im Himmelreich

Prominenten-Logen hier,

Premium-Plätze dort,

Hauptsache schnell an der Schlange vorbei.

Hier nur mit Vorbestellung!

– Für eine kleine, feine Gruppe,

die sich erwählt fühlen mag.

Den namenlosen Mann im Evangelium

treibt die Frage um:

Gehöre ich dazu?

– Und wie komme ich hinein,

wie passe ich hinein

in den frommen Kreis der Erwählten?

Jesus zieht den Kreis nicht zu klein!

Er ermutigt auch uns zum Einsatz unserer Kräfte

für das Wachsen des Guten in der Welt!

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Lk 13,22-30)

aus: Magnificat. Das Stundenbuch 08/2022, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de

In: Pfarrbriefservice.de

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche

wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


  • 220821 (Sonntagsbrief vom 21.08.22)


Sonntagsbriefe bis zu den Herbstferien werden vorerst im zweiwöchigen Rhythmus erscheinen.


15. Sonntag im Jahreskreis – 09./10.07.2022

Eingereicht von MK am 09. Jul 2022 - 22:24 Uhr

Das Wort ist ganz nah bei dir

Freiheit scheint vielen
das höchste Gut:
meine Freiheit!
Verbote, Gebote
– eher lästig.

Doch dieses Gebot …
geht nicht über deine Kraft
und ist nicht fern von dir.
Es ist nicht im Himmel …
Es ist auch nicht jenseits des Meeres.

Du selbst kennst ja sein Wort,
und Gottes Wort kennt dich.
Der Herr wird dir Gutes tun.
– Du bist gefragt!
auf dich kommt es an!

Dir selbst ist zugesagt:
Das Wort ist ganz nah bei dir,
es ist in deinem Mund
und in deinem Herzen:
du kannst es halten.

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Dtn 30,9c-14)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 07/2022,
Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de
In: Pfarrbriefservice.de


14. Sonntag im Jahreskreis – 02./03.07.2022

Eingereicht von MK am 01. Jul 2022 - 05:00 Uhr

Trost in Gott

Mütterlich tröstet Gott,
mitten in der Not.
Auf der Hüfte
werdet ihr getragen,
auf Knien geschaukelt.

Schöpferisch tröstet Gott,
mitten in Leid und Tod.
Euer Herz wird jubeln
und eure Knochen werden sprossen
wie frisches Grün.

Labsal und Hoffnung,
Zuversicht und Trost:
Wie einen Mann,
den seine Mutter tröstet,
so tröste ich euch.

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Jes 66,10-14c)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 07/2022,
Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de
In: Pfarrbriefservice.de

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


13. Sonntag im Jahreskreis – 25./26.06.2022

Eingereicht von MK am 24. Jun 2022 - 05:00 Uhr

Frei sein für
Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Freiheit, die ich meine – oder Freiheit aus Gottes Geist?
Steht daher fest und lasst euch nicht wieder ein Joch der Knechtschaft auflegen!
Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder und Schwestern, ihr alle in gleicher Weise!
Nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für Willkür, Gier, Ausgrenzung, sondern dient einander in Liebe!
Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Gal 5,1.13-18) aus: Magnificat. Das Stundenbuch 06/2022,
Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


12. Sonntag im Jahreskreis – 18./19.06.2022

Eingereicht von MK am 17. Jun 2022 - 08:38 Uhr

Verheißung
Trennendes fällt: Es gibt nicht mehr Juden und Griechen
Niederdrückendes verfliegt: nicht Sklaven und Freie
Ausgrenzendes weicht: nicht männlich und weiblich
Ausschließendes vergeht: denn ihr alle seid eins in Christus Jesus
Erinnert euch: Ihr alle seid Erben gemäß der Verheißung!

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Gal 3,26-29) aus:
Magnificat. Das Stundenbuch 06/2022, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de
In: Pfarrbriefservice.de


Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


Dreifaltigkeitssonntag – 11./12.06.2022

Eingereicht von MK am 11. Jun 2022 - 10:55 Uhr

Johannes 16,12-15
Wie soll man bloß alle Dimensionen Gottes „auf die Reihe“, die verschiedenen Aspekte Gottes verstehen und „unter einen Hut“ bringen?
Die frühe Kirche hat sich in den ersten Jahrhunderten mit dieser Frage abgemüht. Schließlich ist sie auf den Begriff der „Dreifaltigkeit“ oder „Dreieinigkeit“ gekommen: Gott ist und bleibt vielfältig.
Er zeigt sich in verschiedenen Gestalten und Personen. „Ein Gott in drei Personen“ heißt es. Das sind schwierige Überlegungen, die unser menschlicher Geist kaum fassen und erfassen kann.
„Ein Gott in drei Personen“. Die Person, die „Persona“, war im antiken griechischen Theater die Maske eines Schauspielers, mit der er jeweils in eine andere Rolle geschlüpft ist. Gott ist kein Schauspieler, aber die Parallele ist, dass er auch in verschiedenen Erscheinungsformen, in unterschiedlichen Gestalten und „Rollen“ zu uns kommt. Gott ist nicht festzulegen; Gott ist fantasievoll.
Immer geht es ihm um das Leben. Und manchmal blitzt uns in unserem Leben und Glauben etwas vom Verstehen Gottes auf. Aber einmal werden wir ihn ganz erkennen. Der „Geist der Wahrheit“ und die „ganze Wahrheit“ sind uns versprochen.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


Pfingsten – 04./05.06.2022

Eingereicht von MK am 02. Jun 2022 - 22:57 Uhr

Johannes 20,19-23
Es mag seltsam klingen, aber in diesem Text geht es Jesus vor allem um die Sünde. Das ist nicht das Allererste, was Menschen zu Pfingsten einfällt. Es sollte auch nicht das Allererste sein, was wir aus diesem Text weitergeben. Zuerst geht es um die Furcht der Jünger, alleine zu sein in der Welt.
In diese Furcht hinein erscheint ihnen der Auf-erstandene, um das zu tun, weswegen er unter uns war. Er wünscht Frieden. Und schenkt ihnen den Geist, der nicht von dieser Welt ist. Mehr Frieden geht nicht, als den Geist Gottes zu empfangen.
Erst dann, aber wirklich erst dann, zeigt Jesus ihnen und sagt ihnen, von welchem Wert dieser Geist ist. Er kann verzeihen. Er kann sogar Sünden vergeben.
Manches auf Erden ist wohl nicht vergebbar. Das überlassen wir dann unserem himmlischen Richter. Aber wenn wir hören und annehmen, dass wir vergeben können, dann sollten wir es auch tun. Verzeihen ist ein Lebenswert. Auch wenn der Schuldige gar nicht darum bitten sollte.
Wir verzeihen. Das macht längst nicht alles gut, entlastet aber sehr. Es gehört nämlich zur Eleganz des Lebens, verzeihen zu können. Ganz still. Im Namen Gottes.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


6. Sonntag der Osterzeit – 21./22.05.2022

Eingereicht von MK am 20. Mai 2022 - 05:00 Uhr

Johannes 14,23-29
An Jesu Wort festhalten – schnell ist man bei der Assoziation: Gottes Gebote halten. Damit springt man aber viel zu kurz.
An Jesu Wort festhalten, ist in einem viel umfassenderen Sinn gemeint. An Jesu Wort festhalten, heißt an seinem Wort – das heißt bei ihm – Halt zu finden in meinem Leben; heißt ihm zu vertrauen.
Und dieses Vertrauen ist nicht Folge einer Kraftanstrengung meinerseits, sondern die Wurzel des Vertrauens ist die Liebe.
Und dann stellt sich dieses wunderbare Wissen ein, dass ich nicht alleine bin, dass Jesus und der Vater bei mir wohnen, ich in ihrer Nähe bin.
Das hört sich einfach an, ist es aber leider nicht immer. Da schwindet das Vertrauen, da drängen sich mir Bilder von Gott auf – nicht aus der Liebe, sondern aus der Furcht erwachsend.
Daran muss ich nicht verzweifeln. Jesus wusste um die Schwäche der Menschen. Deshalb sendet er immer wieder den Heiligen Geist, damit wir Gott besser erkennen und ihm stärker vertrauen. Und die Sorge weicht dem Frieden.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


5. Sonntag der Osterzeit – 14./15.05.2022

Eingereicht von MK am 13. Mai 2022 - 05:00 Uhr

Johannes 13,31-33a.34-35
„Verherrlichen“. Was meint das Wort? Es meint Gottes Nähe, sogar Gottes Gegenwart.
In Jesus ist Gott selbst. Gott ist in Jesu Größe und in Jesu Niedrigkeit. Die zwei sind eins, auch wenn Gott nicht in Jesus aufgeht. Die Herrlichkeit Gottes zeigt sich in diesem Menschen, der ein Mensch bleibt. Bis Gott ihn erhöht. Das ist nicht leicht zu verstehen, aber doch wenigstens anzunehmen: In Jesus ist Gott.
Und was Jesus sagt, ist Gottes Gesetz. Erstaunlicherweise sagt Jesus wenig, als er die Abschiedsreden an seine Freundinnen und Freunde beginnt. Er sagt: Liebt einander! Mit einem Ausrufungszeichen.
In dem Wort „Liebe“ ereignet sich Gottes Herrlichkeit, wie sie sich in Jesus ereignet hat. Wenn er die Seinen verlässt, bleibt ihnen die Liebe als Gottes Gegenwart. Liebe ist nicht nur herrlich – sie ist zugleich die Verherrlichung Gottes in einer Welt, die Jesus betreten und wieder verlassen hat. Was bleibt, ist die Liebe. In jeder Liebe ist Gott.
Auch wenn die Liebe als alltäglicher Dienst daherkommt – es ist Teil der Liebe Gottes in der Welt. Denken wir also bloß nicht zu gering von der Liebe.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


4. Sonntag der Osterzeit – 07./08.05.2022

Eingereicht von MK am 06. Mai 2022 - 07:15 Uhr

Johannes 10,27-30
Wir Christen werden nicht so gern mit Schafen verglichen.
Konzentrieren wir uns also auf den Hirten: Obwohl seine Schafe einen wichtigen Dienst bei der Landschaftspflege leisten, möchte heute kaum noch jemand Hirte sein.
Der Job wird schlecht bezahlt. Bei Wind und Wetter draußen sein, Feiertage gibt‘s nur im Kalender.
Die Plätze, wo die Schafe bleiben und grasen dürfen, werden immer weniger und die Wege dorthin immer länger und schwieriger.
Immerhin muss der Hirte an vielen Orten seine Tiere nicht mehr gegen Wölfe und Bären schützen und mobile Zäune verhindern, dass er die 99 in der Wüste lassen muss, um das eine verirrte Schaf zu suchen ...
Hirte sein, bedeutet Verantwortung und die Bereitschaft, das Eigene zurückzustellen, wenn man gebraucht wird.
Ein Hirte muss die Eigenarten jedes Tieres kennen, allen Sicherheit geben, den Weg zum guten Leben kennen.
Jesus will das alles für uns tun. Wollen wir nicht doch seine Schafe sein?

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


3. Sonntag der Osterzeit – 30.04./01.05.2022

Eingereicht von MK am 28. Apr 2022 - 19:50 Uhr

Johannes 21,1-19
Nach der Erfahrung von Misserfolg und Vergeblichkeit, nach dem schließlich doch noch reichen Fischfang, nach dem Erkennen Jesu am Ufer und nach dem Mahl mit ihm geht gleichsam der Scheinwerfer aus der ganzen Szenerie am See auf Petrus und Jesus.
Es kommt zu einem besonderen Dialog zwischen den beiden. Jesus fragt Petrus dreimal – in Varianten – nach seiner Liebe.
Jesus fragt den, der ihn schäbig verleugnet hat, nach seiner Liebe; gleichsam, ob er auch würdig ist, der Erste der Apostel, der Repräsentant der Jesusschüler zu sein.
Als ob man Liebe einfordern könnte. Ja, vielleicht will sich Jesus tatsächlich der Wandlung dieses Feiglings vergewissern.
Aber es gibt auch die umgekehrte Blickrichtung: Ein Gott, der vielleicht selber erschrocken ist, was er seinen Freunden zugemutet hat.
Jesus, der immer noch die Zeichen des Durchbohrtseins an sich trägt, fragt behutsam, beinahe zaghaft seine liebsten Freunde, ob sie immer noch bereit sind, ihn zu lieben, mit ihm zu gehen bis zum Schluss, in seinem Namen für die Menschen da zu sein.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


Weißer Sonntag – 23. / 24. April 2022

Eingereicht von MK am 22. Apr 2022 - 08:44 Uhr

Johannes 20,19-31
Viel wurde schon geschrieben über Thomas, den „Zweifler“. Dabei wird eines oft übersehen: Auch die anderen Jünger freuten sich erst, als Jesus ihnen seine Wundmale gezeigt hatte. Ihr Glaube ist nicht größer als der des Thomas. Auch ihr Glauben kommt nicht allein aus dem Hören.
Doch das ist unsere Situation heute. Dass wir aus dem Hören heraus zum Glauben finden. Ist das so? Da sind auch noch ganz andere Empfindungen mit im Spiel. Die Erfahrung von Nähe und von Geborgenheit – im Gebet, im Gottesdienst, beim Empfang der Sakramente. Da geschieht etwas, das weit über das Hören hinausgeht. Es ist schwierig zu benennen, es ist die Nähe Gottes.
Wie ich die Nähe Gottes erfahre, das hat viel mit den Erfahrungen der Jünger im Evangelium zu tun. Die Erfahrung des Friedens. Einer inneren Ruhe. Ein Getragen-Sein.
Erfahrungen, die manchmal flüchtig sind, an die ich mich aber immer wieder erinnern kann. Und von denen ich im Wort Gottes lese.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


Palmsonntag – Karwoche – Osterwoche 2022

Eingereicht von MK am 08. Apr 2022 - 05:00 Uhr

Lukas 19,28-40
Lukas ist ein begnadeter Erzähler. Kein König, der etwas auf sich hält, würde sich je auf ein Fohlen setzen. Das ist die Karikatur eines Königs.
Andererseits: Kein König dieser Welt würde jemals etwas von „schreienden Steinen“ reden wie Jesus im letzten Vers; eher würde der König gleich selbst schreien oder den Pharisäern seine Soldaten entgegenschicken.
Was genau geschieht in diesen Versen, die Lukas kunstvoll zum Schlusssatz hin aufbaut?
Hier wird die Ohnmacht mächtig. Jesus weiß doch, dass sein Anspruch der allerhöchste ist – und zugleich von den Wenigsten ernst genommen wird. Zugleich weiß er, dass er nicht der Erste und auch nicht der Letzte ist, dem die Menge zujubelt als dem, der Heil und Erlösung bringen soll.
Jesus weiß immer um beides: um die Macht und die Ohnmacht seines Wortes. Und viel mehr bietet er ja nicht als: Gottes Wort. Wenn er damit nicht überzeugt, wenn er damit nicht Herzen wendet, ist verloren, was er auf den Weg bringen will. Darum lässt er alle gewähren, die ihm am Straßenrand huldigen.
Viele, das weiß Jesus, werden sich bald wieder abwenden. Aber einige wird er ins Herz treffen. Mit seiner Macht, die aus der Ohnmacht kommt. Oder anders gesagt: Mit seiner Macht, die aus reiner Liebe besteht.

Gesegnete Kar- und Ostertage
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


Fünfter Fastensonntag – 02./03.04.2022

Eingereicht von MK am 01. Apr 2022 - 05:00 Uhr

Johannes 8,1-11
Ist Jesus ein Provokateur? Einer, der sich leichtsinnig und verwegen über gesellschaftliche Normen hinwegsetzt, die Sicherheit, Klarheit und Anstand bedeuten? Einfach aus Spaß an der Irritation, und das alles noch dazu im Tempel, wo das Heilige wohnt?
Nein, Jesus ist kein Provokateur wie ein Jugendlicher, der ausprobiert, wie man Autoritäten und Regeln infrage stellen kann.
Ja, aber doch: Jesus ist ein Provokateur, einer der her-ausruft und herauslockt, worum es wirklich geht. Einer, der Grenzen überschreitet, der aufrütteln will, wo er Erstarrungen, Verhärtungen, Unbarmherzigkeiten bemerkt. Manchmal muss Jesus da ordentlich rütteln, um Menschen wach zu kriegen.
Wer und was ist das Ziel dieser Begebenheit? Im Mittelpunkt steht eine Frau, die erst zum Schluss des Gesprächs etwas sagen darf. Eine Frau, die entweder leichtsinnig ihre Ehe auf‘s Spiel gesetzt hat – oder die wirklich aus Liebe Grenzen überschritten hat.
Wir wissen es nicht; die Schuldfrage bleibt offen. Aber was nicht offenbleibt, sondern was Jesus ganz deutlich macht, das ist, dass es ihm nicht primär um die Klärung der Schuldfrage geht. Es geht Jesus in seinem Verhalten dieser Frau gegenüber um Nicht-Verurteilung. Und somit gibt er ihr ihre Freiheit und ihre Würde wieder. Wir wissen nicht, wie es mit der Frau weitergeht. Aber Jesus hat in ihr einen Wandel bewirkt.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


Vierter Fastensonntag – 26./27.03.2022

Eingereicht von MK am 23. Mär 2022 - 18:44 Uhr

Lukas 15,1-3.11-32
Das ist so eine Sache mit dem neidischen Bruder. Der arme Kerl kommt im Gleichnis ziemlich schlecht weg, aber ganz ehrlich: Hat er nicht recht?
Da ist die Schwester, die mir immer vorgezogen wurde, weil sie so niedlich, so lieb, so fleißig ist.
Da ist der Sohn, der voll auf Drogen ist, seine Eltern betrügt und anbettelt – und doch immer wieder erleichtert begrüßt wird, wenn er denn mal kommt.
Da ist der Kollege, der Mist baut und von oben gedeckt wird, und die Ehrenamtliche, die plötzlich ihr Herz für die Gemeinde entdeckt und mehr Lob bekommt als alle, die sich schon jahrelang in den Gremien abstrampeln.
Der neidische Bruder bin ich. Und auch ich verstehe den Vater oft nicht. Der Vater ist nicht streng, vielleicht nicht mal gerecht.
Er ist großzügig und zärtlich, er liebt ohne Maß und organisiert ein Fest statt einer Untersuchungskommission. Es könnte auch mir nutzen, wenn ich mich im Schweinestall wiederfinde.
Beim Vater gibt es Party statt Prügel. Das ist wirklich eine Gute Nachricht!

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


Dritter Fastensonntag – 19./20.03.2021

Eingereicht von MK am 18. Mär 2022 - 18:54 Uhr

Lukas 13,1-9
Es ist wohl eines der kantigsten Evangelien, und es macht vielleicht einigermaßen ratlos.
Jesus will aufrütteln, und er tut es in klaren Worten zweimal: „Ihr werdet umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.“ – Das Umkommen ist also eine Folge eines Verhaltens. Jesus nimmt menschliches Verhalten ernst und denkt es in seinen Auswirkungen weiter. Ein solcher Hinweis auf verkehrtes Verhalten und seine Folgen tut uns in dieser Fastenzeit gut. Dazu ist sie da, um uns aufzurütteln und wach zu machen.
Aber Jesus geht Gott sei Dank weiter. Im Evangelium erzählt er dann die Geschichte vom Feigenbaum, der keine Früchte mehr trägt.
Ein leergewordenes, unfruchtbares Leben, das eigentlich keinen Sinn mehr hat. Aber genau da kommt die Wende: „Gib ihm noch eine Chance; ich will ihn dabei unterstützen, wieder zum Leben zu kommen“, sagt der Weinbauer in der Gleichnisgeschichte.
Gleich danach kommt die Heilung einer Frau am Sabbat. Das ist die Perspektive dieser Fastenzeit: Eine neue Chance bekommen und wieder an Leib und Seele gesund werden.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


Zweiter Fastensonntag – 12./13.03.2022

Eingereicht von MK am 11. Mär 2022 - 05:00 Uhr

Lukas 9,28b-36
Diese Erzählung von der Verklärung erhebt Jesus. Nun ist er der „auserwählte Sohn“. Jesus ist nicht etwa aus mehreren erwählt worden, sondern wird mit dieser Erzählung noch einmal ausdrücklich bestätigt als der Sohn Gottes.
Zunächst verändert er sein Aussehen, wie Lukas berichtet. Das beeindruckt die Jünger ungemein. Sie ahnen, dass sie hier etwas beiwohnen, was unwiederholbar ist.
Nach einem kurzen Schlaf werden sie dann auch noch Mose und Elija gewahr, was ihren Wunsch zu bleiben nur noch mehr beflügelt. Nun möchten sie auch Hütten bauen, sozusagen für die Ewigkeit, die ihnen hier anzubrechen scheint.
Vor lauter Leuchten und Licht wissen sie nicht mehr, was sie sagen und tun. Erst dann, als die Freude der Jünger ihren Höhepunkt erreicht, erfahren sie, worum es wirklich geht in diesem göttlichen Schauspiel. Gott selbst sagt ihnen: Jesus ist mein Sohn, auf ihn sollt ihr hören.
Nicht auf Schauspiele sollt ihr schauen und auf den Ruhm der Welt, den ihr euch wünscht. Achten sollt ihr auf die Worte Jesu. Die seien euch Worte des Lebens.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


Erster Fastensonntag – 05./06.03.2022

Eingereicht von MK am 04. Mär 2022 - 17:29 Uhr

Lukas 4,1-13
Weil wir zu den Guten gehören. Weil wir für die richtige Sache kämpfen. Weil wir auf der Seite Gottes stehen und das Beste für die Welt wollen. Deswegen dürfen wir auch nach unseren eigenen Gesetzen handeln. Wir sind die Guten.
Wenn Menschen so denken, sind sie der Versuchung in die Falle gegangen. Denn: „Dem Herrn, deinem Gott, allein sollst du dienen“, nicht deinen selbst gemachten Vorstellungen. „Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du niederknien“, nicht vor deiner eigenen Eitelkeit.
Der Herr, dein Gott, ist auch für dich unergründbar und unverfügbar. Er teilt nicht ein in die Guten und Bösen. Und schon gar nicht hat er irgendjemandem eine Sonderstellung zugedacht.
Nein, auch dir mutet er zu, deine Schritte ins Ungewisse zu gehen im Vertrauen, dass der Weg sich zeigen wird im Gehen und im Vertrauen.
Auch dir mutet er zu, durch Nacht und Enttäuschung zu gehen und deinen Weg mit ihm zu suchen und zu ertasten. Bist du bereit, diese Zumutung anzunehmen und der Versuchung zu widerstehen?

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Seelsorgeteams


8. Sonntag im Jahreskreis – 26./27.02.2022

Eingereicht von MK am 24. Feb 2022 - 23:09 Uhr

Lukas 6,39-45
Es gibt unterschiedliche Arten von Blindheit.
Ich kann zum Beispiel blind dafür sein, dass es mein Leben verdüstert, wenn ich immer auf die Fehler anderer achte, sie vielleicht sogar suche. Das vergiftet mich. Wie schöner, wie heller ist es, das in den Blick zu nehmen, was andere gut können, was ihnen gelingt.
Es gibt natürlich die Blindheit für die eigenen Fehler, Jesus spricht es deutlich an. Doch es gibt auch eine Blindheit für die Möglichkeit, dass ich anders leben kann. „So bin ich eben“ – dieser Satz ist formulierte Blindheit.
Nein, ich kann anders sein. Ob ich nur gute Früchte hervorbringen werde, ist unwahrscheinlich. Es gibt die guten und bösen Früchte im Leben. Und niemand sollte blind sein für die Möglichkeit, immer wieder zu versuchen, es besser zu machen.
Das ist keine christliche Leistungssteigerung, sondern Leben aus dem Vertrauen auf die Gnade und Vergebung Gottes.
Das ist vielleicht die schlimmste Blindheit: Dass ich Gott nicht zutraue, dass er mein Leben verändern kann. Dass ich nicht daran glauben kann, dass Gott mir meine Fehler vergibt und immer Neuanfang möglich ist. In der nächsten Woche beginnt die Fastenzeit: Zeit, sehend zu werden für Gottes Möglichkeiten auch in meinem Leben.

Einen schönen Sonntag und eine gute
Woche wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


7. Sonntag im Jahreskreis – 19./20.02.2022

Eingereicht von MK am 18. Feb 2022 - 06:00 Uhr

Lukas 6,27-38
Wie soll das, was Jesus im Evangelium des heutigen Sonntags fordert, möglich sein? Und ist es überhaupt sinnvoll? Lädt es den, der zur Gewalttat greift, nicht zur weiteren Gewalt ein, wenn ich mich nicht wehre? Was nun?
Ich muss die Worte Jesu nicht immer wortwörtlich nehmen, doch soll ich sie immer ernst nehmen.
Was ist der Ernst in diesen Worten? Dass ich meinen Blickwinkel ändere. Dass ich den Menschen nicht mit meinen Augen sehe, sondern versuche, mit den Augen Gottes zu betrachten. Dann sehe ich in ihm nicht den Feind; nicht den, der mich ausnutzen will, sondern ich sehe in ihm ein Geschöpf Gottes; einen Menschen, der Gott ebenso am Herzen liegt, wie ich hoffe, dass ich Gott wichtig bin.
Dann sehe ich einen Menschen, der – aus welchen Gründen auch immer – von Gottes Weg abgeirrt ist. Und das kann mich daran erinnern, dass auch ich manchmal in die Irre gehe.
Vielleicht ändert diese Sichtweise nicht mein Verhalten, doch meine innere Einstellung ist eine andere. Nicht Hass oder Vergeltungssucht bestimmen mein Handeln. Und ich lege alles im Gebet in Gottes Hände, der selbst das, was mir unheilbar erscheint, heilen kann.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Seelsorgeteams


6. Sonntag im Jahreskreis – 12./13.02.2021

Eingereicht von MK am 15. Feb 2022 - 15:02 Uhr

Lukas 6,17.20-26 Jesus stellt die Welt auf den Kopf. Er preist die, die sonst niemand preist. Und warnt die, die kaum wissen, was eine Warnung ist, weil sie sich sonst immer selbst genügen.
Das alles tut Jesus in einer Weise, die keinen Zweifel aufkommen lässt; er tut es in Vollmacht. Jesus zögert nicht, er öffnet sich und den Hörern sprachlich keine Hintertür – Jesus stellt fest: Selig sind die einen; wehe den anderen. Hier gilt nur eins: Wo stelle ich mich hin? Das darf ich entscheiden. Werde ich hier seliggepriesen oder höre ich das Wehe? Vermutlich wissen die meisten von uns, was sie möchten, und wissen nicht, ob sie das dürfen, ob es in Jesu Sinn wäre.
Auf jeden Fall ist es in Jesu Sinn, dass wir zögern. In solch einer großen Frage zu zögern, ist keine Schande. Und hoffen doch, dass wir zu denen gehören, die seliggepriesen werden.
Dazu gehört vor allem eins: dass wir uns zum Herrn bekennen mit allem, was wir sind und haben. Und dass wir denen unsere Hand reichen, die aufgehoben werden müssen, weil sie alleine nicht mehr auf die Beine kommen.
Selig sind die, die den Namen des Herrn bekennen mit Herzen, Mund und Händen.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Seelsorgeteams


5. Sonntag im Jahreskreis – 05./06.02.2022

Eingereicht von MK am 04. Feb 2022 - 09:52 Uhr

Lukas 5,1-11
Auf den ersten Blick gesehen geht es bei dieser Fischfang-Erzählung um Fleiß und Vergeblichkeit und um Gottvertrauen, auch im Misserfolg. Diese Geschichte von den Männern, die die ganze Nacht arbeiten und dann doch nur mit leeren Händen zurückkommen, berührt uns.
Petrus reagiert eigenartig. Nach nun endlich doch noch erfolgreichem Fischfang erschrickt Petrus und wirft sich Jesus zu Füßen. „Geh weg von mir, denn ich bin ein Sünder“, sagt er betroffen und irritiert.
Es ist eine Geschichte des erschrockenen Gott-Erkennens: Petrus begegnet keinem Wunderrabbi, der die Mühen von Fischern belohnt, sondern es ist Gott selbst, der ihm da gegenübersteht.
Schon im Alten Testament war das Sich-Niederwerfen und das Senken des Kopfes ein Ausdruck der Verehrung der Größe und Schönheit Gottes. Petrus erkennt betroffen Gottes Größe und seine eigene Kleinheit.
Aber dann gibt es noch eine schon im Alten Testament bekannte Formel: „Fürchte dich nicht!“ Gott will nicht die Unterwürfigkeit, sondern das „Fürchte dich nicht!“ kommt immer dann, wenn Gott es mit Menschen ganz besonders zu tun haben will, wenn er mit jemandem etwas Besonderes vorhat.
Wie schön, dass Gott etwas mit so jemandem wie Petrus vorhat. Und auch mit uns heute.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Seelsorgeteams


4. Sonntag im Jahreskreis – 29./30.01.2022

Eingereicht von MK am 28. Jan 2022 - 13:38 Uhr

Lukas 4,21-30
Warum soll ein Prophet in seiner Heimatstadt nichts gelten?
Vermutlich liegt es an seiner Arbeitsbeschreibung. Ein Geschäftsmann, ein Politiker, sie alle können durchaus groß werden, dort, wo man sie kennt.
Ein Prophet muss aber Gott ins Spiel bringen. Und zwar nicht ein abstraktes Theoriegebäude, sondern den Gott, der mit seinem Geist in dieser Welt ist.

Dieser Geist ist immer auch eine Zumutung und eine Infragestellung unseres Lebensstiles, in dem wir uns eingerichtet haben. Ein Prophet, ein Diener dieses Gottes, ist unbequem, weil er immer wieder unseren Lebensentwurf zerschlägt, um uns zum Wesentlichen zu befreien. Er macht sich unbeliebt.

Wer solch eine Aufgabe hat, und mit Taufe und Firmung haben wir alle diesen Auftrag – darf sich selber nicht einrichten.
Er kann selber keine Heimat haben, keine Fangemeinde, die sich um ihn schart und ihn einfängt. Wir können Orte und Freunde haben, bei denen wir uns wohlfühlen und auftanken.

Wirklich zu Hause sein können wir aber nur im Geist Gottes; sonst sind wir als Prophet nicht geeignet.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Seelsorgeteams

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