Newsbeiträge » Sonntagswort

24. Sonntag im Jahreskreis – 15./16.09.2018

Eingereicht von markus am 14. Sep 2018 - 14:54 Uhr

Markus 8,27-35
- Für wen hältst du mich eigentlich? Wenn uns so ein Satz entgegengeschleudert wird, wissen wir: Da war eine Erwartung falsch, eine Hoffnung trügerisch, eine Idee nicht umsetzbar. Da heißt es, ganz schnell versöhnliche Töne anzuschlagen, um ein zorniges Gegenüber zu besänftigen.
Jesus hat so natürlich nicht gefragt. Aber wieso fragt er denn eigentlich? Ist das so wichtig, was die anderen von ihm denken?
Offenbar nicht – entscheidend ist, was die Jünger denken. Denn das ist genauso falsch wie die Vorstellung, die sich „die Menschen“ machen. Die Hoffnung des Petrus auf einen kämpferischen Messias und die grausame Realität, die Jesus ankündigt – das muss Ärger geben.
Jesus ist der Anti-Held, und er ist es für viele Menschen heute noch. Ein Opfer, ein schwacher Typ, eine weinerliche Gestalt, über die man sich lustig machen kann, ohne etwas zu riskieren.
So behutsam wie ein Liebender, so hilflos wie ein gewaltloser Kämpfer, so unauffällig wie ein stiller Beter – so ist der Menschensohn. Das ist das, was Gott von ihm will. Und Jesus macht mit. Nur so rettet man die Welt.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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23. Sonntag im Jahreskreis – 08./09.09.2018

Eingereicht von markus am 09. Sep 2018 - 19:38 Uhr

Markus 7,31-37 - „Außer sich vor Staunen sagten sie: Er hat alles gut gemacht.“ – Hat Gott wirklich alles gut gemacht?
Wenn ich diese unsere unruhige und umgetriebene Welt in den Blick nehme – kann ich glauben, dass Gott alles gut gemacht hat? Wenn ich auf das schaue, was mir und meinen Lieben im Lauf des Lebens nicht nur an Schönem, sondern auch an Schwerem widerfahren ist – hat Gott da wirklich alles gut gemacht?
Es ist wahrlich eine spannende, eine herausfordernde und zugleich eine einladende Frage. Sie ist keineswegs eindeutig und leicht, schnell und „fromm“ zu beantworten. Angesichts von Leid und Friedlosigkeit hat sie Menschen, auch glaubende Menschen, immer beschäftigt.
Dieses Staunen der Menschen um Jesus lädt mich ein – trotz allem und mit allem, mein Vertrauen auf Gott zu setzen. „Er hat alles gut gemacht.“ Das ist in gewisser Weise wie ein Segen, der mir und meinem Leben zugesagt ist: „Alles wird gut.“
In dieser Spannung zwischen dem, was „schon gemacht“ ist und was eines Tages werden wird, leben wir. In allen Bewegungen (und manchmal auch in allen Mühsamkeiten) des Lebens darf ich darauf vertrauen, dass Gott das gute Leben will und dass er es mir eines Tages in reichem Maß und endgültig schenken will und wird. Und darüber kann ich wirklich dankbar staunen.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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2. Sonntag im Jahreskreis – 01./02.09.2018

Eingereicht von markus am 31. Aug 2018 - 05:00 Uhr

Markus 7,1-8.14-15.21-23
Jesus und die Pharisäer, das ist eine unendliche Geschichte. Jesus ist durchaus am Kontakt mit den Pharisäern interessiert, sonst würden wir nicht so oft von Begegnungen mit ihnen lesen können.
Die Pharisäer sind keineswegs unengagierte, hinterhältige, ja sogar feindselige Leute gewesen. Nein, im Gegenteil, der Glaube war ihnen wichtig, und sie haben mit großem Interesse auf diesen Wanderrabbi Jesus geschaut, von dem eine große Anziehungskraft, eine Freiheit, eine Verheißung ausging.
Die Pharisäer haben Gott so ernst genommen, dass sie versucht haben, sich kräftig anzustrengen und das ganze Leben danach auszurichten. Sie haben ihr Leben, ihren Alltag, ihre religiösen Gewohnheiten – einfach alles in Gebote und Verbote gekleidet, die ihnen helfen sollten, ihren Glauben zu leben.
Und genau das war das Problem: Für die Pharisäer war es skandalös, wie sich Jesus über Reinheits- und Sabbat- und sonstige Gebote hinwegsetzte.
Für Jesus war es traurig (und vermutlich auch ärgerlich), dass die Pharisäer zu klein von Gott dachten, dass sie gefangen blieben in dem, was sie meinten, genauestens befolgt zu haben.
Mein Glaube braucht gute Regeln, Gewohnheiten, manchmal auch „Gesetze“ und Anstrengungen. Aber Gott ist immer noch der Größere, der Freiere; der, der alles schenkt.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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21. Sonntag im Jahreskreis – 25./26.08.2018

Eingereicht von markus am 25. Aug 2018 - 09:16 Uhr

Johannes 6,60-69 -
Diese Worte gehören zum Schönsten und Traurigsten, was die Heilige Schrift erzählt. Schönheit ist ja immer umweht von etwas Traurigkeit, weil wir in aller Schön-heit sogleich das Vergängliche sehen. Und hier kommt, nur von Johannes erzählt, in wenigen Worten all das zur Sprache, festgehalten für die Ewigkeit.
Da hören wir zunächst, wie anstößig Jesus ist. Man ärgert sich über ihn oder versteht ihn nicht. Einige Jünger verlassen ihn. Das macht Jesus traurig, wie jeden Menschen. Keiner wird gerne verlassen, nachdem er gerade die Welt erklärt hat; richtig und wahr erklärt hat. Mitten aus seiner Trauer heraus fragt Jesus dann Petrus, ob er auch weggehen wolle.
Jesus ist auf alles gefasst. Und hört dann die Worte des Petrus aus der Tiefe seiner Seele. Hier, einmal, ist Petrus wirklich da angekommen, wo er eigentlich nicht hin möchte. Petrus will eher ins Licht, in den Glanz, auf die Spitze der Welt. In diesem Moment aber weiß er, was sich gehört. Und sagt direkt in Jesu Herz: Nein, wir gehen nicht. Du hast Worte des ewigen Lebens.
Das ist so schön, dass es nur wahr sein kann. Auch wenn Petrus bald schon wieder vergisst, was er hier sagt, oder sich fürchtet vor dem, was das bedeutet, bleiben seine Worte wahr. Ewig wahr. Seine Seele hat viel früher als er selbst verstanden, was Jesus bald ausspricht: Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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20. Sonntag im Jahreskreis – 18./19.08.2018

Eingereicht von markus am 17. Aug 2018 - 04:00 Uhr

Johannes 6,51-58
Jesus wird zum Brot des Lebens, weil er sich hingibt. An das Leben. An den Vater. An seine Freunde.
An uns alle. Das, was uns wirklich nachhaltig nährt, ist Hingabe. An das Leben. An den gegenwärtigen Moment. An den jetzigen Augenblick. An den Menschen, der jetzt gerade mir zum Nächsten wird.
An die Liebe.

Wir mögen uns Ziele setzen und sie erreichen. Es ist in Ordnung. Aber wenn wir sie erreicht haben, dauert es nicht mehr lange, bis sie uns nicht mehr zufriedenstellen. Sie verblassen wieder. Wenn wir uns hingeben, uns verschwenden an das, was jetzt gefragt ist, das was jetzt wesentlich ist, dann leben wir in einer anderen Welt. Dann sind wir ganz präsent. Hier und Jetzt. Wie ein Kind, das nichts anderes mehr kennt und sich ganz an sein
gegenwärtiges Tun hingibt. In diesem Moment sind wir unsterblich. Hingabe geht nicht mit dem Verstand. Unser unsteter Verstand will uns ständig mit der Vergangenheit oder Zukunft beschäftigen. Was wäre; was könnte; was sollten wir noch. Aber das nährt uns nicht. Im Gegenteil. Es kostet enorme Energie.

Hingabe an das Leben, jetzt in diesem Moment ganz gegenwärtig sein, das ist lebendiges Brot.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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19. Sonntag im Jahreskreis – 11./12.08.2018

Eingereicht von markus am 09. Aug 2018 - 09:11 Uhr

Johannes 6,41-51
Der hat was, dieser Jesus. Kluge Worte, treffende Beispiele, starke Zeichen, die nicht einfach nur symbolisch sind, sondern satt und zufrieden machen – ein Star, der die Hallen füllt. Natürlich gibt’s auch Nörgler und solche, die nie genug kriegen können, aber insgesamt: Einer, der zieht.
Und anstatt sich darin zu sonnen, sagt Jesus schon wieder mal: Halt! Ich bin nicht der Superstar, als den ihr mich verehrt. Der Vater ist es, der euch anzieht: Der ganz andere, der Geheimnisvolle; der, der wirklich satt und zufrieden macht.
Die schnelle Antwort, die flüchtige Begeisterung – die macht nicht satt. Glücklich und zufrieden macht das Geborgen-Sein bei Gott, das Vertrauen auf ihn und sein Lebensversprechen.
Ihr müsst nicht weiterziehen zu einem Guru, der noch mehr Leute satt macht, der noch coolere Geschichten erzählt, der den besseren Kick verspricht. Alles, was ihr wirklich braucht, ist ein kleines Stück Brot. Und das sollen wir glauben? Das sollen wir glauben.
Wir essen und teilen miteinander das Fleisch Jesu, wir empfangen und essen das „lebendige" Brot, das uns immer wieder neu Leben einhauchen will - Leben für uns, Leben für alle. Dieses gemeinsame Mahl sollte nicht nur Erstkommunionkinder erregen, sondern auch uns „eingefleischte" Christen im Innersten treffen und verwandeln, unruhig und tatendurstig machen.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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13. Sonntag im Jahreskreis – 30.06./01.07.2018

Eingereicht von markus am 28. Jun 2018 - 22:41 Uhr

Markus 5, 21-43 - In diesem Stück aus dem Markus-Evangelium steckt so viel Lärm und Action, dass man gar nicht weiß, was das Wichtigste ist. Eltern weinen, Klagefrauen lachen, eine Frau schiebt sich vorsichtig heran, wo alle drängeln, Jesus tröstet und schmeißt alle Fremden aus dem Haus , um dann in aller Stille seine ganze lebendig machende Kraft zu zeigen – schwer was los am See Genezaret. In diesem Text findet jeder etwas anderes, was ihn anspricht.
„Festhalten“ – das ist das Wort, was einem einfällt. Es reicht nicht, in Jesu Nähe zu sein, ein bisschen mit ihm zusammenzustoßen, eine kurze, wenn auch dringende Bitte zu äußern. Die blutflüssige Frau wird nicht einfach mal eben gesund und geht kommentarlos weg. Sie wird herausgefordert, sich zu stellen, vor allen Leuten sozusagen zu verkünden, welches Wunder ihr geschehen ist und laut zu sagen, auf wen sie ihre Hoffnung gesetzt hat. Und das muss auch Jairus. Als alle Hoffnung zu Ende ist, als Jesus die Klagefrauen und die Diener herauswirft und niemand mehr durch Riten und Traditionen Halt gibt, da geht er mit Jesus an den Ort seines großen Schmerzes – und erlebt Auferstehung. „Sei ohne Furcht, glaube nur!“ Das ist der zentrale Appell Jesu, im Lärm und Chaos von damals. Und der ist auch heute nicht leicht zu hören.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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Der nächste Sonntagsbrief erscheint am 12. August 2018


Geburt Johannes des Täufers – 23./24.06.2018

Eingereicht von markus am 22. Jun 2018 - 05:00 Uhr

Johannes –mit dieser Namensproklamation begann das Leben eines Propheten. Nomen est omen – nicht nur die Namenswahl stand unter einem besonderen Stern, auch der Träger des Namens entwickelte sich zu einem Querdenker, der nicht so lebte wie die anderen, der die Wüste dem sicheren Dorfleben vorzog, der einfachste Nahrung und Kleidung dem sonst Üblichen vorzog, der das ansprach, was zwar viele dachten, was sich aber bisher niemand auszusprechen getraute.
Johannes der Täufer: ein echter Prophet, der gegen den Strom schwimmt, der unkonventionell der Stimme seines Gewissens folgt und dafür letztlich mit dem Leben bezahlen muss.
Wenn wir heute die Geburt des Täufers feiern, dann auch deshalb, weil schon seine Eltern mit der Namenswahl den Mut bewiesen haben, Konventionen und das damals Übliche zu überspringen und sich nicht ausbremsen zu lassen.
Von diesem Mut könnten wir heute nur lernen: nicht alles nachzusprechen, was andere sagen, nicht alles zu glauben, was andere behaupten, nicht alles hinzunehmen, was andere beschließen, nicht alles zu kopieren, was andere produzieren.
Der Mut, gegen den Strom zu schwimmen, kann eine Geistesgabe sein: wenn sie dem Aufbau des Reiches Gottes nützt – wie bei Johannes.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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11. Sonntag im Jahreskreis – 16./17.06.2018

Eingereicht von markus am 15. Jun 2018 - 05:00 Uhr

Markus 4,26-34
Wird ein Senfkorn gesät und findet die passenden Bedingungen, so wird daraus ein Senfbaum. Kein Kaktus und keine Distel.
Wird Furcht und Angst, Ausgrenzung und Feindschaft gesät, dann wird daraus nichts Gutes wachsen.
Seit den fremdenfeindlichen Demonstrationen von Pegida haben die Gewaltdelikte gegen Ausländer sich mehr als verdoppelt. Der Same trägt die Frucht schon in sich. Sollen wir nun alles aufgehen lassen, was andere gesät haben? Sollen wir zusehen, wie die Saat von Hass, Verachtung und Ausgrenzung aufgeht und wächst? Sollen wir die Saat ausreißen? Keine einfachen Fragen.
Das Gleichnis vom Senfkorn eröffnet uns eine Spur. Dort, wo andere Angst und Ausgrenzung säen, dort sollen wir Liebe und Klarheit, Wertschätzung und Verständnis säen. Mit viel Fantasie und Geduld.
Und wenn die Saat der Liebe niedergetrampelt wird, noch einmal neu aussäen. Mit Klugheit säen. Dort, wo die Saat aufgehen kann. Die zarten Pflänzchen schützen, die aufgegangen sind. Und darauf vertrauen, dass Gott sich am Wachsen der Liebe erfreut und dieses Wachsen von ihm gesegnet ist.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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10. Sonntag im Jahreskreis – 09./10.06.2018

Eingereicht von markus am 09. Jun 2018 - 08:47 Uhr

Markus 3,20-25 -Manchmal ist Jesus einfach Familienmensch. Wenngleich er hier seine Familie infrage stellt: Wer sind meine Mutter und meine Brüder? Nur die leiblichen oder auch andere?
Eigentlich eine schöne Frage, die man wohl eher dann stellt, wenn man leibliche Geschwister hat. Die hatte Jesus, so sind viele Exegeten überzeugt.. Er wuchs mit Brüdern auf, mit Eltern, vermutlich auch mit Cousinen und Cousins. Auch das gehört zur Verkündigung und prägt Jesu Worte über Menschen. Nehmt einander an, heißt das immer. Nehmt einander auch dann an, wenn ihr euch übereinander ärgert. Der Familie darf man nicht kündigen. Das ist gut so. Zumal Familien immer kleiner und schwerer überschaubar werden.
Aber dann ist da noch etwas in den Versen. Jesus, der Familienmensch, muss sich verteidigen. Man dichtet ihm einen unreinen Geist an. Man macht das gerne mit Menschen, die einem im Weg sind oder von denen man Böses erlebt haben will. Die sind nicht ganz dicht, sagt man dann. Selbst in der Familie sagt man das und wendet sich voneinander ab. Jesus wehrt sich, wie er sich oft wehren muss gegen solche Unterstellungen. Und schafft ein großartiges Bild: Familien, auch Glaubensfamilien, haben nur Bestand, wenn sie sich einig sind. Und einig, Gott sei’s geklagt, sind sich die christlichen Kirchen nicht. Könnten es aber werden, nicht wahr?

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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9. Sonntag im Jahreskreis – 02./03.06.2018

Eingereicht von markus am 01. Jun 2018 - 05:30 Uhr

Mk 2, 23 – 3,6 - Das Evangelium berichtet von einem Streitgespräch über den Sabbat und im zweiten Teil von einer Krankenheilung am Sabbat. Hinter der Frage nach dem Sinn des Sabbats steht beunruhigend die Frage nach der Person Jesu und seiner Vollmacht. Nach dem Sinn zu fragen kann sehr unbequem sein; denn der Sinn muss über die richtige Praxis entscheiden. Es ist leichter, sich an den Buchstaben zu halten, als in eigener Verantwortung zu entscheiden.
Der Sabbat war (und ist) für Israel das Zeichen seiner Freiheit und seines Stehens im Gottesbund. Für uns Christen ist Christus selbst das Zeichen dafür, dass Gott uns frei gemacht hat.
Wir feiern nicht mehr den jüdischen Sabbat, sondern den Sonntag, den Tag der Auferstehung des Herrn. Und wir heiligen den Sonntag nicht schon dadurch, dass wir nichts tun; der Sinn der Feier ist die Begegnung mit Christus, dem Auferstandenen: im Wort, im Sakrament, in den Brüdern und Schwestern.
Das Urereignis unserer Gemeinschaft ist die Liebe. Sie wird gefeiert in der Wiederholung der Festtage, und zwar an zwei Stellen: am Altar der Kirche, wo Gottes Liebe die ewige Quelle des Lebens und die unzerbrochene Trinkschale ist, und am heimischen Herd, dem Sinnbild des Hausaltars, auf dem die Nächstenliebe brennt, wärmt und vereinigt.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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Dreifaltigkeitssonntag– 26./27.05.2018

Eingereicht von markus am 25. Mai 2018 - 19:25 Uhr

Matthäus 28,16-20 - „Seid gewiss, ich bin bei euch, alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Eine Zusage! Und eine Aufforderung. Wir sollen uns dessen gewiss sein. Wir sollen uns daran festmachen. Aber wir können es oft nicht. So viele Tage, in denen wir seine Nähe nicht spüren. So viele Momente, in denen wir uns eher alleine fühlen, in denen wir glauben, Gott interessiere sich nicht für diese Welt.
In diesen Momenten trotzdem hoffen. Trotz-dem vertrauen. Trotzdem nach seiner Gegen-wart Ausschau halten. Versuchen zu glauben, dass er gerade auch in der Hoffnungslosigkeit bei uns ist. Versuchen zu hoffen, dass er gerade dann mit uns aushält, wenn nichts vorwärts geht. Versuchen zu vertrauen, dass er immer wieder erfahrbar ist.
In Form von unverhofften Wendungen. In Form von unverhoffter Kraft. In Form von unverhofften Begegnungen, die gerade über die nächste Durststrecke tragen. In Form von Wegen, die sich unverhofft auftun. Seine Zusage gilt, auch wenn wir sie nicht mehr glauben können. Sich daran festmachen, so gut es uns gelingt. Trotzdem – oder gerade weil.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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Pfingsten– 19./20.05.2018

Eingereicht von markus am 18. Mai 2018 - 04:00 Uhr

Johannes 20,19-23 - Jesus verspricht in dieser österlichpfingstlichen Geschichte im heutigen Evangelium, in der er als eben Auferstandener gegen jede Vorstellungskraft durch die versperrte Tür kommt, den Heiligen Geist.

Das ist eine bewegende Zusage – und eine „gefährliche“ Angelegenheit. Denn der Geist Gottes hat von seinen beiden biblischen Namen (hebräisch „Ruach“ und griechisch „Pneuma“) her viele Erscheinungsformen und Wirkkräfte: Er ist der Lebensatem, die Lebenskraft, der Beistand, der Beweger, der Tröster, ja sogar in gewisser Weise der Unruhestifter.

Was gibt Jesus da den verängstigten, irritierten, sich an die Hoffnung klammernden Jüngern und Jüngerinnen mit?

Er sagt ihnen zuerst und gleich zweimal den Frieden zu. Zweimal, sonst würden sie es gleich gar nicht begreifen, dass Jesus da höchstpersönlich vor ihnen steht. Es ist allerdings ein Friedensbringer mit durchbohrten Gliedern. Der ganze Schrecken dieser grausamen Hinrichtung ist und bleibt sichtbar und greifbar. Und trotzdem (oder gerade deshalb): Jesus, der verwundete Heiland, macht das, was geschehen ist, nicht ungeschehen.

Er sagt nicht: „War ja nur ein böser Traum“, sondern er mutet seinen Freunden und Freundinnen die Wahrheit zu. Und er schenkt in all das hinein seinen Frieden und seinen Geist. Frieden und Geist – die Geschenke Gottes an diesem Pfingstfest in einer bewegten Welt, die nach Frieden und Geist sucht.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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5./6. und 7. Sonntag der Osterzeit–28./29.04. - 05./06.05. und 12./13.05.2018

Eingereicht von markus am 26. Apr 2018 - 07:27 Uhr

Einladung zu Priesterweihe und Primiz

Liebe Heimatgemeinde! Bald ist es soweit:
Am Samstag, 19.05.2018, werde ich im Osnabrücker Dom, gemeinsam mit Thomas Wirp aus Bramsche, zum Priester geweiht.
Die Weiheliturgie beginnt um 09:30 Uhr.
Anschließend sind alle Gäste zum Empfang ins Priesterseminar eingeladen!

Am Pfingstsonntag, 20.05.2018, darf ich dann meine Heimatprimiz feiern.
Diese findet für die gesamte Pfarreiengemeinschaft um 11:00 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul statt.
Anschließend sind alle Mitfeiernden zu einem Empfang im Pfarrsaal „Auf dem Thie“ eingeladen!

Der Tag schließt ab mit der Dankandacht um 15:30 Uhr in St. Peter und Paul.
Anschließend besteht die Möglichkeit, einzeln den Primizsegen zu empfangen.
Ich freue mich auf schöne, gemeinsame Gottesdienste und bitte um die Begleitung im Gebet!

Euer/Ihr
Kristian Pohlmann

Der nächste Sonntagsbrief erscheint am 20. Mai 2018


3. Sonntag der Osterzeit - 14./15.04.2818

Eingereicht von markus am 15. Apr 2018 - 02:24 Uhr

Lukas 24,35-48 - Wir Menschen sind doch verrückte, widersprüchliche, schwerfällige Wesen. Es gibt keine größere Sehnsucht als die nach Frieden und Freude, nach Glück und Lebendigkeit, nach Begegnung und Verheißung.
Es ist heute die Evangelienstelle unmittelbar nach der Geschichte von den Emmausjüngern, nach dieser tausendmal erzählten und gemalten Begegnung mit Jesus, in der den Jüngern das Herz brennt und das Erkennen aufgeht. Und jetzt haben sie – auch nach der Erzählung der beiden, die mit Jesus unterwegs waren – schon wieder Angst und können es nicht glauben, dass er tatsächlich kommt, dass er leibhaftig da ist, dass er wirklich den Frieden will, dass er den Fisch und das Leben teilen will, dass er das Leben für alle bringt.
Wir schütteln vielleicht den Kopf über die Jünger damals und über uns Menschen heute, die genauso verrückt, widersprüchlich und schwerfällig sind.
Und gleichzeitig staunen wir dankbar über Gott, über den auferstandenen Herrn, der nicht müde wird, sich immer neu zu zeigen und begreiflich zu machen. Und der nicht aufhört, uns seinen Frieden zu wünschen und uns, so wie wir eben sind, zu seinen Zeugen und Zeuginnen zu machen.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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Weißer Sonntag – 07./08.04.2018

Eingereicht von markus am 07. Apr 2018 - 10:55 Uhr

Johannes 20,19-31 - Über den Tod hinaus glauben, ist das Anstrengendste, was ein Mensch tun kann. Da kann man wie Thomas fröhlich singen und doch tief zweifeln. Er vertraut und misstraut – sich oder Jesus oder seinen Freunden.
Thomas ist mehr als Thomas, der Zwilling; Thomas ist der Christ aller Christen: Ich glaube, hilf meinem Unglauben. Daran ist nichts Schlimmes. Im Gegenteil.
Es wäre für alle hilfreich, wenn wir uns gelegent-lich eingestehen: Glauben ist anstrengend. Hier geschieht etwas, was ich nicht begreifen muss, sondern einfach nur leben soll: ER lebt. Und ich lebe und rede so, als lebe er, auch wenn ich es nicht sehe und erst recht nicht anfassen kann.
Thomas ist ein Erwählter, der diesen einzigartigen Moment hat, in dem der Auferstandene sich ihm beweist. Diesen Moment haben die meisten von uns nicht. Und sollen trotzdem bekennen: Mein Herr und mein Gott! Wie gelingt das?
Indem wir es tun. Wer leben will und nicht nur existieren, hat eine Pflicht zum Glauben. Zum Glauben an mehr als den Tod. ER lebt. Und ich lebe, als lebe er. Mit der ganzen Kraft meiner Liebe. Dann erweist sich bald, wie sehr ER lebt. Und meine Hoffnung, die winzig war wie ein Senfkorn, wächst ins Unermessliche.

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Palmsonntag - Karwoche – Osterwoche 2018

Eingereicht von markus am 22. Mär 2018 - 20:36 Uhr

Markus 11,1-10 - Die Mächtigen dieser Welt demonstrieren gerne ihre Macht mit Waffen und wirtschaftlichen Muskelspielen.
Der Mann, den wir Christen Sohn des allmächtigen Gottes nennen, er reitet nach Jerusalem. Dort wird der Konflikt mit den Mächtigen sich zuspitzen – und er kommt auf einem Esel. Noch dazu auf einem Esel, den er sich auf ziemlich dubiose Art und Weise ausgeliehen hat.
Keinem der vier Evangelisten ist es peinlich, die Sache mit dem Esel zu erwähnen. Nach den Propheten kommt der wahre König in Demut und nicht mit den Insignien der Macht.
Begreifen wir Christen eigentlich, was das bedeutet? Wenn wir uns noch so sehr auf der Seite des Guten wähnen, wir werden dieses nicht mit Gewalt durchsetzen können. Und wenn wir noch so sehr das Gute für unsere Mitmenschen wollen, wir können das nicht erzwingen. Das erfordert eine gehörige Portion Demut.
Wollen wir uns von Jesus anstecken lassen, dann können wir nur auf einem Esel reiten. Will heißen: Unbewaffnet, nur mit unserem Vertrauen in den Gott des Lebens, uns mit Haut und Haaren auf das Leben und das Sterben einlassen. Uns für den Esel nicht zu schade sein. Darauf vertrauen, dass die Liebe immer lebendig sein wird.

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Fünfter Fastensonntag – 17./18.03.2018

Eingereicht von markus am 16. Mär 2018 - 06:00 Uhr

Johannes 12,20-33. - Ja, geht’s noch? Eben ist Jesus mit großem Gefolge in Jerusalem eingezogen, in der Stadt ist sozusagen die Hölle los, die Gegner formieren sich – und da kommen ein paar Griechen und sagen: Guten Tag, wir möchten gern Jesus sehen.
Und der Angesprochene, ihr Landsmann Philippus, muss erst mal klären, ob das überhaupt geht: Ausgerechnet jetzt, wo wirklich Anderes wichtiger scheint. Und ausgerechnet Griechen, Nicht-so-richtig-Dazugehörige in der traditionellen jüdischen Glaubensgemeinschaft.
Aber wenn der Evangelist Johannes von „sehen“ spricht, meint er mehr als „nur mal gucken“. Sehen ist: Sich einlassen, dabeibleiben, Jesus ganz nahekommen wollen.
Die Griechen, die für das jüdische Passahfest nach Jerusalem kommen, um Gott anzubeten, finden ihn in Jesus. Aber um ihm wirklich nahekommen zu können, müssen sie ihn als „Erhöhten“ akzeptieren, als Gekreuzigten und von Gott Aufgehobenen.
Die Zuhörer müssen sich entscheiden: Wollen wir uns auf die Seite Jesu schlagen und bereit sein, alles aufzugeben, damit wir alles gewinnen?
„Nur mal gucken“ ist zu wenig. Kommt und seht – damit beruft Jesus seine ersten Jünger. Wir sind eingeladen zu kommen, um zu bleiben.

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Vierter Fastensonntag – 10./11.03.2018

Eingereicht von markus am 10. Mär 2018 - 16:17 Uhr

Johannes 3,14-21 - Die Gespräche nach Mitternacht sind angeblich die besten. Aus einem solchen spätnächtlichen Dialog zwischen Jesus und Nikodemus ist das heutige Evangelium. Small Talk hat in einem solchen Gespräch selten Platz, sondern es geht um Persönliches, um Wesentliches, um „Eingemachtes“.
Nicht um zu richten, sondern zu retten, ist Jesus in die Welt gekommen. Es gibt eine Art des Richtens, die gnadenlos das Richtige und Rechte sucht.
Und es gibt eine Weise des Richtens, die eines Tages alles ausrichten und die alles und alle aufrichten wird.
Im heutigen Evangelium distanziert sich Jesus von der ersten Art des Richtens, zumindest unterscheidet er. Nicht um zu richten, sondern um zu retten, ist er gekommen. Manchmal fällt es schwer, nicht nur in Kategorien von „richten“ und „richtig“ zu denken, sondern uns retten zu lassen und dieses Gerettetwerden durch Gott anzunehmen.
Zu tief sitzt der Glaube an die eigene Anstrengung und an das Verdienen-müssen. Zu ungeübt sind wir im Uns–beschenken-lassen, jenseits eigener Verdienste.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


Dritter Fastensonntag – 03./04.03.2018

Eingereicht von markus am 02. Mär 2018 - 14:49 Uhr

Johannes 2,13-25 - Der Tempel ist heiliger Bezirk. Dort gelten andere Regeln als auf den Plätzen und Straßen Jerusalems. Das macht Jesus mit seinem Handeln deutlich.
Der Begriff der Heiligkeit ist vielen heute fremd geworden. Dass Kirchen oder Friedhöfe heilige Orte sind, an denen besondere Regeln gelten, muss heute wieder vermittelt werden.
Heilige Zeiten wie Sonn- und Feiertage, an denen Geschäfte geschlossen sind und die Arbeit möglichst weitgehend ruhen soll, werden so wenig akzeptiert, dass das Bundesverwaltungsgericht dies erneut sicherstellen musste. Zum Glück.
Denn heilige Orte und heilige Zeiten sind zum Wohl und Heil des Menschen da. Das Gleiche gilt für einen weiteren Aspekt. Im ersten Korintherbrief schreibt der Apostel Paulus: „Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt?“ (6,19)
Der Mensch als Tempel des Heiligen Geistes ist allen Nützlichkeitserwägungen und allen materiellen Interessen entzogen. Menschen sind nie Mittel zum Zweck. Sie dürfen nie wirtschaftlichen Zielen untergeordnet werden. Menschen verdienen Respekt und Schutz.

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Zweiter Fastensonntag – 24./25.02.2018

Eingereicht von markus am 22. Feb 2018 - 18:04 Uhr

Markus 9,2-10 – Verklärung Jesu. Es strahlt ein Licht, das viel mehr ist als alle Lichter auf Erden. Ein Licht Gottes, ein Himmelslicht. Alle spüren, was hier Einmaliges geschieht. Und möchten bleiben. Am liebsten für immer.
Die Jünger wollen Hütten bauen, weil sie ahnen: So schön kann’s nie mehr werden. Hier wollen wir bleiben, hier ist Gott nahe. Dabei übersehen sie, dass Gott sein Licht nicht einfach so schenkt, sondern ein Ziel hat. Das Ziel heißt: Auf den sollt ihr hören.
Ihr sollt nicht auf die Welt hören, sondern auf den Sohn. Der volle Glanz des Himmels ist kein Selbstzweck. Gott beleuchtet nicht sich selbst. Er leuchtet für die dunklen Zeiten.
Bald nach dem Berg kommt ja die Passion, das Leiden, der Spott und der Hohn auf Gottes Sohn. Auch dann gilt: Auf den sollt ihr hören. Wenn er vor Pontius und Pilatus steht und tapfer sagt: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Dann gilt es, sich an den Glanz des Berges zu erinnern und die Wahrheit zu erkennen.
Gott strahlt nicht immer. Aber auch, wenn er nicht strahlt oder sehr ferne scheint, leuchtet er. Jesus wusste, dass nichts ohne Gottes Willen geschieht. Selbst dann nicht, wenn er Gottes Willen nicht versteht. Dann fügt er sich und sagt: Dein Wille geschehe. In diesen Worten leuchtet Gott. Auch in der Finsternis.

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Erster Fastensonntag – 17./18.02.2018

Eingereicht von markus am 16. Feb 2018 - 07:58 Uhr

Markus 1,12-15 - Das Evangelium des ersten Fastensonntags ist knapp, prägnant, auf den Punkt gebracht, kein Wort zu viel.
Es ist so ohne alles Drumherum, dass einem beinahe die Luft wegbleibt. Vielleicht ist es der typische Stil des Markusevangeliums, vielleicht ist es aber auch der Geschmack der beginnenden Fastenzeit, die uns zur Kargheit und zu einer wunderbaren Konzentration auf das Wesentliche einlädt.
Das Evangelium bringt in seiner Kürze mehrere zentrale Aussagen über Jesus: Er steht in der Tradition der Propheten; in diesem Fall beinahe in unmittelbarer Nachfolge von Johannes dem Täufer, dem radikalen Gottsucher.
Er war ganz Mensch und kannte Trockenheit, Dürre und Versuchung. Er leitet mit der sich erfüllenden Zeit eine neue Ära ein und weist mit seinem ganzen Leben auf Gottes neue Welt, auf das Reich Gottes hin.
Und das Evangelium sagt auch etwas über uns, zu uns, die wir uns in dieser Fastenzeit wieder neu auf Jesus Christus hin ausrichten wollen: Kehrt um, das heißt, wandelt euch, denkt nicht zu klein und geht über eure bisherigen engen Grenzen hinaus, traut euch und dem Leben und Gott Größeres zu.
Glaubt an das Evangelium; glaubt also – endlich –, dass Gott wirklich das gute, gerechte und erfüllte Leben für euch und für alle Menschen will. Das ist die Einladung dieser Fastenzeit.

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6. Sonntag im Jahreskreis – 10./11.02.2018

Eingereicht von markus am 09. Feb 2018 - 08:22 Uhr

Markus 1,40-45 - Ein Aussätziger kam zu Jesus, schreibt Markus. Kurz und bündig – wie selbstverständlich.
Doch wie Angst einflößend und ekelerregend der Anblick dieser Kranken für viele Menschen damals war, das können wir uns heute wohl kaum noch vorstellen. Mit denen wollte keiner zu tun haben, alle Gesunden hielten möglichst weiten Abstand. Die meisten der „Ausgesetzten“ würden nie mehr in die menschliche Gemeinschaft aufgenommen werden.
Und so einer wird der erste Missionar!
Jesus kommt dieser beschädigten Gestalt so nahe, dass der rein wird: heil und wieder Mensch. Darüber kann der Geheilte nicht schweigen. Er verkündet den Heiland überall dort, wo Menschen auf so eine Botschaft nur gewartet haben.
Jeder Mensch ist eine Mission, erinnert Papst Franziskus. Egal wie unansehnlich, beschädigt und vereinsamt wir auch sein mögen – Gott liebt uns und kommt uns ganz nahe. Und diese Geschichte sollen wir verbreiten, weil so viele darauf warten.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


5. Sonntag im Jahreskreis – 03./04.02.2018

Eingereicht von markus am 02. Feb 2018 - 12:56 Uhr

Markus 1,29-39 - Jesus heilt viel und betet viel. Das gehört gewiss zusammen. Jedenfalls bei ihm, der ja ohne jede medizinische Kenntnis heilt. Heilen ist mehr als gesund zu machen.
Heil zu machen ist, einen Frieden herzustellen zwischen dem Kranken, seiner Krankheit, den ihn umgebenden Menschen und Gott. Dazu war Jesus in der Lage. Manchmal macht er einen Kranken gesund; und die vergessen dann sogar, ihm zu danken. Viel öfter noch wird er Kranke heil gemacht haben, sie also versöhnt haben mit Gott und der Welt. Das ist ein Wunder, das möglich ist, aber nicht sehr oft geschieht.
Mit alldem aber will Markus noch etwas erzählen. Er will, dass alle Welt ein Geheimnis sieht und dennoch nicht ausspricht: Jesus ist der Messias, der Gesalbte Gottes. Natürlich sieht man das, wenn man Jesus heilen sieht.
Er ist einzigartig. Reden soll man davon aber nicht, Jesus verbietet es mehrfach im Markusevangelium. Warum tut er das? Weil die wahre Gottessohnschaft erst durch die Auferweckung enthüllt wird. Weil alles, was Jesus sagt und tut, vorläufig und angreifbar ist vor seiner Auferweckung.
Noch könnte ein wilder Zauberer am Werk sein. Noch fehlt die Bestätigung Gottes. Die kommt Ostern. Und dann unverwechselbar: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams


4. Sonntag im Jahreskreis – 27./28.01.2018

Eingereicht von markus am 26. Jan 2018 - 08:58 Uhr

Markus 1,21-28 - Nicht erst die Austreibung eines Dämonen bewegt die Menschen von Kafarnaum, es sind die Worte Jesu, die sie in ihrem Inneren berühren.
Das, was er sagt, macht sie betroffen, stellt eventuell ihren Glauben, ihr Denken, ihr Handeln infrage.
Vielleicht ist es sogar so, dass der Besessene das, was die übrigen Zuhörer insgeheim bewegt, drastisch in Worte fasst: Bleib uns vom Leib, denn was du sagst, stellt unser Leben auf den Kopf, erschüttert Liebgewonnenes und Allzu-Gewohntes. Und: Du hast das Recht dazu und die Vollmacht, denn du bist der Heilige Gottes.
Vielleicht wünschen sie sich unbewusst, der Besessene behielte die Oberhand, damit alles beim Alten bleiben könnte – umso größer das Erschrecken, dass Jesus auch über die unreinen Geister gebietet.
Das Evangelium wirft kein gutes Licht auf die Zuhörer von Kafarnaum, doch sind sie mir nicht dennoch voraus? Machen mich die Worte Jesu noch betroffen, lasse ich mich von ihnen radikal infrage stellen? Ernste Anfragen dieses Sonntags.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams

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