Newsbeiträge

Zweiter Adventssonntag - 06./07.12.2014

Eingereicht von markus am 05. Dez 2014 - 09:09 Uhr

Mk 1, 1-8 Der erste Satz muss sitzen, betonte mein Lehrer immer. Der muss alles Wichtige enthalten. Er muss den Leser gewinnen und ihn locken weiterzulesen. In diesem Sinne war Markus ein guter Schüler. Denn sein erster Satz sitzt: Er enthält das Motto, unter das Jesus sein Leben stellte, das ganze Programm für uns Leser: Bereitet dem Herrn den Weg, ebnet ihm die Straßen!
Nichts anderes hat Jesus sein Leben lang getan. So begann alles und so endete alles. Er ließ sich sogar aufs Kreuz legen für das, was er getan hatte. Sein ganzes Reden und Handeln diente dem Kommen des Gottesreiches. Und alles, was er wollte, war, dass Menschen diesem Reich die Bahn frei machten, indem sie umkehrten, sich versöhnten, sich nicht mehr von Krankheit und Tod gefangen nehmen ließen, keinen an den Rand manövrierten …
Der erste Satz des Markus enthält aber auch unser Lebensprogramm. Bereitet dem Herrn den Weg – nicht nur in diesen besinnlichen Tagen, sondern in jeder Minute eures Lebens!
Macht begehbar, was unpassierbar scheint, öffnet Tore, die verrammelt sind, baut Brücken, wo die Verbindung abgerissen ist. So beginnt das Markusevangelium, und das ganze Jahr hindurch hören wir seine Botschaft über das Leben Jesu. Kann es uns bewegen, es weiter zu buchstabieren in unser eigenes Leben hinein?

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen auch im Namen des Pastoralteams

Reinhard Walterbach, Pfarrer
Pater Sebastian, Pastor
Rainer Kloppenburg, Pastor


Erster Adventssonntag - 29./30.11.2014

Eingereicht von markus am 29. Nov 2014 - 14:39 Uhr

Mk 13, 24 – 37 - Ich habe nie verstanden, was dieses Weltuntergangs-Szenario mit dem beginnenden Advent zu tun hat.
So ganz verstehe ich es jetzt auch nicht, aber ich ahne, dass die Ernsthaftigkeit der kosmischen Bilder, also der ganz großen Dimensionen, und die der Wachstumsbilder, also der kleineren Dimensionen, etwas mit dem Ruf zur Wachsamkeit zu tun hat.
Jesus rüttelt mit vehementen Bildern auf, wachsam zu sein: Bewusst, wach, klar, aufmerksam, wahrnehmend, gegenwärtig. Und das könnte tatsächlich etwas mit dem Advent und mit der Menschwerdung Gottes zu tun haben: Gott wirkt in den großen, weltbewegenden, erschütternden Kräften. Und er wirkt in den kleineren, alltäglicheren Vorgängen, und seine Sehnsucht ist es, unter den Menschen zu sein und in Wachheit von den Menschen wahrgenommen zu werden.

Gott wirkt, Gott ist Wirklichkeit, ob ich ihn jetzt gerade verstehe oder nicht. Aber ich möchte wach und bereit sein für ihn. Dann kann er Mensch werden, immer mehr und neu, und dann kann ich selbst Mensch werden, immer mehr und immer neu. Auch in diesem Advent.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen auch im Namen des Pastoralteams

Reinhard Walterbach, Pfarrer
Pater Sebastian, Pastor
Rainer Kloppenburg, Pastor


Christkönigssonntag - 22./23.11.2014

Eingereicht von markus am 21. Nov 2014 - 20:16 Uhr

Mt 25, 31-46 - Das ist hart, was Jesus uns da zumutet. All die Menschen, denen wir am liebsten aus dem Weg gehen würden, tragen sein Gesicht. Er gibt ihnen die Würde, die die Welt ihnen genommen hat. Es ist nicht leicht, dies in seiner Radikalität stehen zu lassen.

Aber Jesus meint es ernst. Ich werde nicht fähig sein, ihm im Himmel zu begegnen, wenn ich ihm nicht schon hier auf Erden in den Ausgestoßenen begegnen kann.

Im Flüchtling aus Syrien oder Afrika nicht den Eindringling, sondern den Notleidenden, den Menschen, Jesus sehen. Im obdachlosen Bettler, der mich mit seiner Bierfahne anbettelt, nicht den nervigen Penner, sondern den Menschen sehen, der eine göttliche Würde besitzt, weil aus seinen Augen Jesus Christus mich anschaut.
Im nervigen Kollegen nicht den Blödmann, sondern den Menschen sehen, der auf seine Art das Beste versucht, ihm den Wert geben, den er besitzt, selbst wenn er mir noch so sehr auf den Keks geht.

Himmel oder Hölle entscheidet sich darin, wie weit wir bereit sind, das Göttliche in den Menschen zu sehen, die wir am liebsten meiden würden.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen auch im Namen des Pastoralteams

Reinhard Walterbach, Pfarrer
Pater Sebastian, Pastor
Rainer Kloppenburg, Pastor


33. Sonntag im Jahreskreis - 15./16.11.2014

Eingereicht von markus am 15. Nov 2014 - 13:19 Uhr

Mt 25, 14-30 - Gott vertraut uns viel an, erzählt Jesus in diesem Gleichnis. Er vertraut uns nicht nur Talente an, sondern das ganze Leben. Und eines Tages wird er fragen: Was hast du mit deinem Leben gemacht? Und was sagen wir dann?
Sind wir dann einer von den beiden, die ihre Talente eingesetzt haben zum Segen für andere? Oder haben wir unsere Talente versteckt, vergraben und ungenutzt gelassen aus Angst, wir könnten sie verlieren oder verspielen?
Der Herr ist ja streng, wie Jesus erzählt, da kann man schon mal Angst bekommen. Aber zwei Knechte haben doch keine Angst. Wieso denn das? Weil sie nicht auf den Erfolg schauen wie der dritte Knecht, sondern es sich an ihrer Mühe genügen lassen.
Gott will, wenn er kommt, nicht die Erfolge sehen, sondern die Mühe. Für Erfolge sind wir nicht zuständig, nur für den Einsatz, vielleicht die Hingabe. Darum: Keine Angst vor dem Misserfolg.
Gott fragt nicht nach Gewinn oder Verlust, sondern ob ich Liebe gewagt habe mit meinen vielleicht bescheidenen Talenten. Und wird dann sagen: Du hast gewagt, darum gewinnst du jetzt den Himmel.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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Reinhard Walterbach, Pfarrer
Pater Sebastian, Pastor
Rainer Kloppenburg, Pastor


Weihe der Lateranbasilika - 08./09.11.2014

Eingereicht von markus am 06. Nov 2014 - 22:15 Uhr

Joh 2, 13-22 - Die dem allerheiligsten Erlöser und seit dem 12. Jahrhundert auch dem hl. Johannes dem Täufer geweihte Lateranbasilika ist die älteste Papstkirche und führt den Titel „Mutter und Haupt aller Kirchen des Erdkreises“.
Die Kirche wurde von Kaiser Konstantin errichtet und im Jahr 324 von Papst Silvester I. eingeweiht. Die durch Brand, Erdbeben und Plünderungen heimgesuchte Kirche wurde im Lauf der Jahrhunderte wiederholt restauriert. Papst Benedikt XIII. hat sie am 28. April 1726 nach größeren Restaurationsarbeiten neu ein-geweiht und den 9. November als Kirchweihtag der Basilika bestätigt.
Das heutige Evangelium zeigt Jesus in seiner ganzen Leidenschaft, auf was es ihm ankommt. Er möchte uns Menschen in eine Gottesbeziehung führen, die ehrlich mit Herz und Verstand auf die Liebe Gottes antwortet.
Brandopfer, Regeln, Gesetze, Rituale, Dekoration und Äußerlichkeiten können vielleicht für die innere Haltung des Menschen hilfreich oder Ausdrucksform sein, dürfen aber nie an ihre Stelle treten oder sie verdrängen.

Der Tempel, das Haus seines Vaters, soll für Jesus ein unverfälschtes Zeichen dieser unzerbrechlichen Gott-Mensch-Beziehung sein. Wenn sich Jesus dann selbst mit diesem Tempel vergleicht und damit seinen Tod und seine Auferstehung ankündigt, dann soll seine Vater-Beziehung uns Vorbild sein für unser Leben und Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.
Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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Reinhard Walterbach, Pfarrer
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30. Sonntag im Jahreskreis/ Allerseelen - 25./26.10. und 01./02.11.2014

Eingereicht von markus am 23. Okt 2014 - 16:41 Uhr

Der nächste Sonntagsbrief erscheint am 9. November 2014.

Mt 22, 34 – 40 - Gott, den Nächsten und sich selbst aus ganzem Herzen und mit ganzer Kraft zu lieben. Klingt irgendwie einfach.
Wenn es nur so einfach wäre. Wäre es nicht manchmal besser, wir hätten doch Gebrauchsanweisungen für bestimmte Situationen? „Wenn der Kirschbaum des Nachbarn auf deine Seite wächst, dann darfst du die Kirschen essen, musst aber auch das Laub zusammenfegen!“
Aber vielleicht müssen wir die Herausforderung annehmen und „einfach“ lieben. Wenn Gott uns zumutet und zutraut herauszufinden, was denn jetzt gerade „lieben“ heißt, dann dürfen wir uns wohl auch die Freiheit nehmen, herauszufinden, wie das geht, jetzt und hier zu lieben.
Und bestimmt ist es nicht das Schlechteste zu fragen: Was der Freude dient? Was tut mir gut und was freut mich? Was tut dem Menschen gut, der mir gerade begegnet, was freut ihn? Und was erfreut wohl Gott? „Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch“, so sagt es der Kirchenvater Irenäus von Lyon. Wohlan denn, probieren wir es aus. Heute lebendig sein. Heute lieben. So gut ich es jetzt verstanden habe. So gut es mir heute gelingt.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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28. Sonntag im Jahreskreis - 11./12.10.2014

Eingereicht von markus am 12. Okt 2014 - 20:45 Uhr

Mt 22, 1-4 - Wie grausam Jesus erzählen kann. In diesem Gleichnis vom Hochzeitsmahl und den vielen Einladungen lugt an keiner Stelle die reine Gnade hervor, für die Jesus sonst bekannt ist und geliebt wird. Und selbst als die Landstreicher von den Straßen zum großen Fest geladen werden, gibt es da noch einen, den Jesu ganzer Zorn trifft, weil er kein Hochzeitsgewand trägt? Wo sollte er das denn so schnell herhaben? Hier spricht der reine Zorn über Menschen, die sich dem Ruf der Gottesliebe versagen, allerlei Entschuldigungen hervorbringen und voller Unlust sind. Jesu Zorn gilt den Selbstgerechten, den Besserwissern, den Selbstverliebten, die sich von keinem göttlichen Wort infrage stellen lassen, geschweige denn ihren Weg ändern. Wieder und wieder sitzen sie in den Gottesdiensten oder zu Hause beim Lesen der Heiligen Schrift, Jahr um Jahr hören oder lesen sie vom Willen Gottes und schaffen es immer, diesen Willen in ihr eigenes kleines Weltbild umzudenken. So kann es Gott doch nicht gemeint haben, sagen sie sich dann und gehen wieder ihren Geschäften nach. So zornig wird Gott schon nicht werden, beruhigen sie sich und andere. All denen, die Gott so gut zu kennen meinen, sagt Jesus hier: Doch. Auch so kann Gott sein. Wer liebt wie er, ist auch mal zornig wie er, wenn die Liebe nicht erwidert wird. Achtet also darauf, wenn ihr wieder einmal sein Wort hört. Wisst es nicht besser; es ist Sein Wort, Seine Liebe.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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Reinhard Walterbach, Pfarrer
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27. So. im Jahreskreis / Erntedank 04./05.10.2014

Eingereicht von markus am 05. Okt 2014 - 08:50 Uhr

Mt 21, 33-54 - Der Sohn ist das Liebste und Kostbarste, er ist die Fruchtbarkeit und die Perspektive, die Hoffnung und die Zukunft. Dafür sind Sohn (und Tochter) – abgesehen von der ganz konkreten physischen Person – seit ewigen Zeiten für die Menschen Urbild und Sinnbild. Das heutige Evangelium spricht strenge, fast furchterregende Worte: In einer ersten Schicht geht es um Gier und Machenschaften einerseits, um Wahrhaftigkeit und Treue andererseits. Diese Ebene spricht die Moral und die Redlichkeit von Menschen an. In einer zweiten, tieferen Schicht geht es um den Sohn, um den Erben der fruchtbaren Weingüter. In dieser Ebene geht es um Beziehung, um Sinn – und schließlich geht es um den Glauben an das Reich Gottes selbst.
Immer wieder staune ich, welche verschiedenen Ebenen das Evangelium (nicht nur heute) anspricht, und fast immer geht es um fast alles: Es geht um meine Redlichkeit und Wahrhaftigkeit, um meine Beziehungen und meinen Glauben. Und auch Gott geht es um viel: Um seinen Sohn. Und das lässt mich, durch alle strengen Worte hindurch, etwas vom Liebsten und Kostbarsten Gottes erahnen.

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26. Sonntag im Jahreskreis - 27./28.09.2014

Eingereicht von markus am 25. Sep 2014 - 19:42 Uhr

Matthäus 21,28-32 - Sich selbst, das eigene Tun, die eigenen Entscheidungen zu hinterfragen, ob sie wirklich nachhaltig und gut sind, ist eine Fähigkeit, die den Menschen ausmacht und ihn vom Tier unterscheidet.
Zu erkennen, dass ich so nicht weiterkomme und die Gabe umzukehren, macht die Würde meines Mensch-seins aus.
Wie schade, dass wir uns dieser Würde so oft berauben und von Umkehr nichts wissen möchten. Jesus meint, wir könnten von den „Sündern“ lernen. Ihnen würde es am leichtesten fallen, umzukehren. Vielleicht brechen diese Menschen sich weniger Zacken aus einer illusionären Krone, wenn sie sich eingestehen, dass sie auf dem Holzweg sind. Vielleicht sind sie dadurch frei von der Angst, ob sie nach außen gut dastehen.
Warum eigentlich nehmen wir uns nicht dieselbe Freiheit, fassen uns an unsere Nase und bekennen selbstbewusst, was wir manchmal für einen Unsinn gedacht oder gemacht haben? Und was wäre, wenn wir den Menschen, die sich das trauen, viel mehr Respekt entgegenbringen würden? Wie viel entspannter wäre es, wir würden von uns und den anderen nicht mehr verlangen, keine Fehler zu machen?
Das wäre eine wirkliche Befreiung: Wenn wir einer großartigen menschlichen Fähigkeit die Wertschätzung geben, die sie verdient. Unserer Gabe, uns selbst zu hinterfragen und umzukehren.

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Reinhard Walterbach, Pfarrer
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25. Sonntag im Jahreskreis - 20./21.09.2014

Eingereicht von markus am 19. Sep 2014 - 17:31 Uhr

Matthäus 20,1-16 - Ein schwieriges Evangelium. Die Tagelöhner, die stundenlang in der Sonne schufteten, beschweren sich, dass die Kurzarbeiter genauso gut bezahlt werden wie sie. Denn der Weinbergbesitzer ist kein Ausbeuter, sondern ein großzügiger Arbeitgeber, der die Not der Zu-kurz-Gekommenen sieht und ihnen gibt, was sie brauchen – und wird mit bösen Kommentaren bedacht.
Wenn wir noch mal genau hinschauen, merken wir: Es geht Jesus um das Himmelreich. Gott lädt alle ein in seine Zukunft: Die, die schon lange zu ihm gehören und die, die bisher niemand berufen hat.
Für Gott ist nicht wichtig, ob einer schon lange in die Kirche geht oder schon viele Jahre Kirchensteuer bezahlt hat. Wer kommt, wenn er in den Weinberg Gottes gerufen wird, der ist willkommen und wird belohnt: Er bekommt alles, was er zu seinem Glück braucht.
Für die Pharisäer war das starker Tobak. So viele Jahre hatten sie sich eisern an die Gesetze gehalten, hatten verzichtet und sich geplagt – und nun hatten sie nicht einmal den Vortritt an der Himmelspforte. Starker Tobak auch für uns. Gott will uns in seinem Weinberg 24 Stunden am Tag und sagt uns: Das ist Lohn genug. Freut euch daran, seid dankbar, dass ihr gerufen seid, und heißt die willkommen, die dazu stoßen. Auch wenn sie erst kommen, wenn ihr schon müde seid. Vielleicht können sie euch mit frischer Kraft unterstützen?

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Reinhard Walterbach, Pfarrer
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Fest - Kreuzerhöhung - 13./14.09.2014

Eingereicht von markus am 12. Sep 2014 - 07:48 Uhr

Johannes 3,13 – 17 - Was ist das für ein Glaube, in dem das Kreuz, eines der brutalsten und demütigensten Folterwerkzeuge verehrt wird?
Und nicht nur das, es wird sogar noch „erhöht“, wie das Fest auch heißt. Das Fest hat diesen Namen, aber von Jesus als dem Menschensohn ist im heutigen Evangelium die Rede: Er wird erhöht, und zwar als Gekreuzigter, damit …
Was ist das „Damit“? Damit wir ewiges, volles, erfülltes, unstillbares und ungestilltes Leben haben. Vielleicht haben wir uns schon so an das Kreuz als das Symbol unseres Glaubens gewöhnt, dass wir gar nicht mehr wirklich diese Verrücktheit wahrnehmen: „Den Juden ein Ärgernis, den Heiden eine Dummheit“, heißt es beim Apostel Paulus. Und vielleicht ist es etwas von all dem: Ein Ärgernis, eine Dummheit, eine ganz und gar unvernünftige Tat Gottes.
Und genau darin liegt unser Heil, unsere Befreiung, unser Glück. Gott ist anders, und vielleicht hat es das Nachtgespräch mit Nikodemus gebraucht, um in der Dunkelheit das zu erkennen, was beim grellen Licht übersehen werden kann.


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23. Sonntag im Jahreskreis - 06./07.09.2014

Eingereicht von markus am 05. Sep 2014 - 18:57 Uhr

Matthäus 18, 15-20 - Es geht um Gemeinsames und Trennendes im heutigen Evangelium.
Die junge Matthäusgemeinde versucht anschei-nend, Trennendes und Konflikte zu benennen und zu regeln, sodass ein Zusammenleben wieder neu und anders möglich wird.
Es tröstet mich sehr, dass erstens diese junge Gemeinde auch schon Meinungsverschiedenheiten kannte und versucht hat, Weisen des Umgehens zu finden. Und zweitens tröstet es mich, dass gleich danach vom Binden und vom Verbindenden die Rede ist, und dass da auch Erde und Himmel miteinander verbunden werden.
Erst wenn Unterschiede, auch schmerzliche, the-matisiert werden und faire Wege des Miteinanders gesucht werden, dann ist wieder eine gemeinsame Basis da. Und nicht nur auf der rein kommunikativ-menschlichen Ebene, sondern dann kann man den Kopf und den Blick und das Herz wieder frei be-kommen dafür, wer und was einen verbindet: nämlich Gott.
Und man kann miteinander von Ihm alles erbitten. – Was für ein Trost!

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
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