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Sonntagswort

Sonntagswort: 32. Sonntag im Jahreskreis – 11./12.11.2017

Eingereicht von markus am 09. Nov 2017 - 22:56 Uhr

Mt 25,1-13 - Das Verschieben und Vertrösten auf den morgigen Tag widerspricht dem Geist des Evangeliums. Es gibt so etwas wie die unwiederbringlich vertane Chance, vor allem wenn es um das Größte geht, was uns Menschen anvertraut ist: Gerechtigkeit, Frieden, nicht zu vergessen die Bewahrung der Schöpfung. Und auch die Barmherzigkeit!
Den "törichten" Jungfrauen ist das Öl ausgegangen, vor der Zeit. So stehen sie für alle Menschen, die an ihre Grenzen stoßen und sich mit Situationen des verfehlten Ziels und der geplatzten Träume auseinandersetzen müssen. Nicht selten ist es der Tod, der die endgültigen Grenzen setzt und kein Pardon kennt angesichts des Verpassten. "Achtet also sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht töricht, sondern klug." (Eph. 5,15).
Für den Menschen, der sich die im Matthäusevangelium überlieferten Worte des Herrn zu Herzen nimmt, geht es um eine von Zuversicht und Hoffnung erfüllte Wachsamkeit. Das Öl der Klugheit ist kein gehamsterter Vorrat, sondern eine Haltung der aufmerksamen Präsenz, in der Erwartung Gottes. Diese Wachsamkeit gilt es, gerade den Geringsten gegenüber zu üben, die keine Lobby haben und keine eigene Kraft, um auf sich aufmerksam zu machen.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams