Kirchliche Feste im Jahreskreis

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Unser Kirchenjahr

Liebe Eltern,

die Kirchengemeinde St. Peter und Paul und die Kindertagesstätte St. Marien möchten ihnen im Kindergartenjahr 2017/2018 Informationen

„Rund um unser Kirchenjahr“

geben.

Diese Informationen sind in Kooperation mit der Domgemeinde St.Petrus, Osnabrück entstanden.

In dieser Information erfahren sie die Bedeutung und den Hintergrund von kirchlichen Festen. Oft gibt es auch einige Anregungen, wie dieses Fest in der Familie gefeiert werden kann.

Wir wünschen ihnen im kommenden Jahr viel Freude mit den Informationen.

Viele Grüße aus der Kirchengemeinde und der Kindertagesstätte

Claudia Rohlauf

Darstellung des Herren Mariä Lichtmess

40 Tage nach Weihnachten, am 02.02. feiern wir das Fest der Darstellung des Herren, was bis zur Liturgiereform Mariä Lichtmess genannt wurde und was bis dahin das Ende der Weihnachtszeit markierte. Wie es in jeder jüdischen Familie Brauch ist, wurde Jesus als der erstgeborene Sohn 40 Tage nach seiner Geburt von seinen Eltern in den Tempel gebracht um Gottes Segen zu erbitten.

Im Tempel kommt es zur Begegnung mit den beiden Propheten Simeon und Hanna, die hier schon viele Jahre ihren Dienst versehen.

Simeon, der sein Leben lang auf die ihm versprochene Ankunft des Messias wartet, erkennt in der ärmlichen Familie sofort das Besondere – den Gottessohn. Er preist Jesus als das Licht der Welt-. Auch Hanna sieht das Kind und spricht einen Lobpreis auf Gott. Sie beginnt als erste Frau mit der Verkündung der Heilsbotschaft an alle, die auf die Erlösung Israels warteten.

Die Erkenntnis Simeons, das Jesus, das Licht der Welt, endlich geboren ist, lässt den weihnachtlichen Lichtgedanken noch einmal aufleuchten.

Ab dem 4. Jahrhundert werden an diesem Tag alle Kerzen geweiht, die für das kommende Jahr benötigt werden, weshalb extra Lichtermessen durchgeführt werden. In vielen Gemeinden gibt es Lichtprozessionen im Gottesdienst.

Ein kleiner Exkurs:

In der Bibel taucht die Zahl 40 häufiger auf:

40 Tage und Nächte dauer die Sintflut (gen 7, 4+12); 40 Tage ist der Prophet Elija unterwegs, bis er den Gottesberg erreicht (I Kön 19,8); 40 Jahre zog das Volk Israels durch die Wüste (Jos 5,6); Jesus verbrachte 40 Tage und Nächte in der Wüste, bevor er begann, in der Öffentlichkeit zu wirken (Mk 1,13).

Die 40 ist eine symbolische Zahl. Wenn in der Bibel von einer 40-Tage-Frist die Rede ist, dann geht es meist um die Zeit einer Klärung und Vorbereitung, bevor Gott sich zeigt, bevor er seinen Willen zum Heil der Menschheit offenbart. Die Darstellung des Herren im Tempel ist ein solches Ereignis, denn hier wird den Menschen Gottes Wille zum Heil sein Weg durch Jesus offenbart.

Was wir in der Familie tun können:

Eine Kerze, Licht für uns…!

Kerzen sind weder aus der Liturgie noch aus den privaten häuslichen Feiern wegzudenken. Neben der praktischen Beleuchtung ist das Licht uraltes Christussymbol, wie Simeon es gesagt hat: „Jesus das Licht der Welt.“ Wir können gemeinsam eine Kerze gestalten, etwa mit Symbolen und Bildern der Jahreszeiten. Diese Kerze können wir im Gottesdienst segnen lassen und damit eine besondere Kerze haben, die Jesus, „das Licht“ für uns symbolisiert. Vielleicht würde sich auch jemand anderes über eine solche Kerze freuen? Wir können auch eine gestaltete und gesegnete Kerze verschenken.

Ein kleiner Segen zwischendurch…!

Im Tempel segnete Simeon Maria, Josef und Jesus. Segnen heißt auf lateinisch „benedicere“, was so viel bedeutet, wie „Gutes sagen“. Jemandem ein gutes Wort zusprechen, das gute Gottes zusagen, das bedeutet segnen. Irrtümlicherweise glauben viele, dass ein solcher Segen nur von einem Priester oder Diakon in der Kirche gespendet werden kann. Jeder kann segnen, jeder kann jedem immer wieder die Liebe und die Heilsverheißung Gottes zusagen. Verschenken wir doch wieder einmal einen Segen – vielleicht dem Kind vor dem ins Bett gehen, vor dem Weg zum Kindergarten oder in die Schule. Auch die Kinder können ihre Eltern segnen. Meist geschieht dies als kleines Bitt- oder Dankgebet oder auch nur in einem Satz. Manche bekräftigen dies, indem sie demjenigen, dem sie den Segen wünschen, noch ein kleines Kreuzzeichen auf die Stirn zeichnen.

Jemandem etwas Gutes sagen

Der Segen des Simeon hat deutlich gemacht, dass Jesus etwas Besonderes, etwas Wertvolles war. Vielleicht setzen sich alle in der Familie einmal zusammen, um sich etwas Gutes zu sagen. Dazu darf sich jeder einmal in die Mitte setzen, dann wird eine Kerze angezündet und dann versuchen die anderen Familienmitglieder demjenigen in der Mitte etwas Gutes zu sagen. Das kann alles sein, etwa: „Ich mag dein Lachen“, „Ich finde es toll, dass du mich immer in den Arm nimmst um mich zu trösten.“ Es wird nichts kommentiert. Wer in der Mitte sitzt, darf einfach nur genießen. Für alle anderen, die dies nicht so ausführlich gestalten wollen, ein einfaches kleines Wort zwischendurch ist auch toll.