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Kooperationsvereinbarung der Pfarreiengemeinschaft Georgsmarienhütte-Ost

Kooperationsvereinbarung der Kirchenvorstände

der vier Pfarreien

der Pfarreiengemeinschaft Georgsmarienhütte-Ost

Vorbemerkung

Als Ergebnis des Perspektivplans 2015 des Bistums Osnabrück wurden die Pfarrgemeinden St. Peter und Paul, Heilig-Geist, Maria Frieden und St. Johann/St. Marien zu einer Pfarreiengemeinschaft Georgsmarienhütte-Ost zusammengefasst. Die kirchenrechtliche Selbständigkeit der Pfarrgemeinden wurde beibehalten.

Der Pfarreiengemeinschaft sind neben dem Pfarrer weitere Geistliche sowie hauptamtliche Gemeinde- und Pastoralreferenten zugeordnet. Gemeinsam werden diese als Pastoralteam bezeichnet. Der Pfarrer ist der Leiter aller Pfarrgemeinden in der Pfarreiengemeinschaft.

Die Pfarrgemeinden wollen eng und effektiv zusammenarbeiten und gemeinsame Interessen gegenüber Dritten einheitlich vertreten. Hierdurch soll sich der jeweilige Pfarrer mit seinem Pastoralteam vermehrt seelsorgerischen Aufgaben widmen können.

Dieses vorausgeschickt wird zwischen den nachfolgenden katholischen Kirchengemeinden der Stadt Georgsmarienhütte

St. Peter und Paul
Heilig Geist
Maria Frieden
St. Johann/St. Marien

jeweils vertreten durch ihren Kirchenvorstand die nachfolgende

Kooperationsvereinbarung

mit dem Ziel einer engen und effektiven Zusammenarbeit untereinander und zum Zwecke einer nach Möglichkeit gemeinsamen Aufgabenbewältigung und Interessenvertretung gegenüber Dritten geschlossen.

§ 1 Gemeinsamer Ausschuss

Die Kirchenvorstände der Kirchengemeinden St. Peter und Paul, Heilig Geist, Maria Frieden und St. Johann/St. Marien bilden einen Gemeinsamen Ausschuss.

§ 2 Aufgaben des Gemeinsamen Ausschusses

(1) Der Gemeinsame Ausschuss ist zuständig für das Gesamtinteresse der Pfarreiengemeinschaft Georgsmarienhütte-Ost in Vertretung nach innen und außen, Verwaltung und Vermögensfragen. Angelegenheiten von untergeordneter Bedeutung und Angelegenheiten, die ausschließlich die Interessenssphäre einer Mitgliedsgemeinde betreffen, werden nicht behandelt. Darüber hinausgehende Angelegenheiten von nicht untergeordneter Bedeutung der Vermögensvertretung und -verwaltung der Kirchengemeinden im Sinne des Kirchenvermögensverwaltungsgesetzes (KVVG werden im gemeinsamen Ausschuss vorbesprochen, mindestens jedoch in einem angemessenen Zeitabstand, in der nach einem Ereignis folgenden Sitzung, je nach Status der Umsetzung, berichtet.

(2) Zu den Angelegenheiten von nicht untergeordneter Bedeutung gehören u. a.:

a. Entscheidungen über die Durchführung von Bauvorhaben, insbesondere Neubauten oder Renovierungsarbeiten, die einen Wert von 20.000 € überschreiten,

b. Erwerb, Belastung, Veräußerung und Aufgabe des Eigentums an Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten,

c. Einstellung von leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Dienst einer Kirchengemeinde,

d. Errichtung, Erweiterung, Übernahme, Übertragung und Schließung von Einrichtungen einer Kirchengemeinde,

e. Abschluss von Kauf-, Tausch- und Werkverträgen mit einem Gegenstandswert von mehr als 20.000 €,

f. Abschluss von Miet-, Pacht-, Leasing- und Leihverträgen, die unbefristet sind oder deren Laufzeit länger als ein Jahr beträgt und deren Nutzungsentgelt auf das Jahr gerechnet, 20.000 € übersteigt,

(3) Der Gemeinsame Ausschuss ist berechtigt, im Rahmen des ihm zustehenden Aufgabenbereiches, die Interessen der Kirchengemeinden als Gesamtheit auch gegenüber Dritten wahrzunehmen. Vorab hat er die Zustimmung der Kirchenvorstände einzuholen. Im Rahmen dieser Aufgaben- und Interessenvertretung hat er Dritte darauf hinzuweisen, dass den Kirchenvorständen das alleinige Recht zur Vermögensverwaltung und –vertretung der einzelnen Kirchengemeinde zusteht.

(4) Das Protokoll der Sitzung des Gemeinsamen Ausschusses wird im Wechsel geführt und im Pfarrbüro Peter und Paul archiviert.

§ 3 Verhältnis zu den Kirchenvorständen

(1) die Vertretung der einzelnen Kirchengemeinde und die Vermögensverwaltung dieser Kirchengemeinde obliegen dem jeweiligen Kirchenvorstand gemäß dem jeweils gültigen Kirchen-vermögens- und –verwaltungsgesetz (KVVG). Die Rechte und Pflichten aus dem KVVG werden durch diese Kooperationsvereinbarung nicht berührt.

(2) Die Kirchenvorstände unterrichten ihre Mitglieder in ihren Sitzungen über die Beratungsgegenstände des Gemeinsamen Ausschusses gemäß § 2 dieser Vereinbarung und beraten sich im Sinne einer Förderung der Zusammenarbeit über dessen Vorschläge.

§ 4 Zusammensetzung

(1) Der Gemeinsame Ausschuss setzt sich wie folgt zusammen:

a. den für die Kirchengemeinden zuständigen Pfarrer,

b. den Vorsitzenden bzw. stellvertretenden Vorsitzenden, falls der Pfarrer Vorsitzender des jeweiligen Kirchenvorstandes ist,

c. je 1 Mitglied der Kirchenvorstände,

d. je einen Vertreter der Pfarrgemeinderäte,

Der Pfarrer ist Vorsitzender des Gemeinsamen Ausschusses.

(2) Der Gemeinsame Ausschuss ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend sind. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Zur Beschlussfassung werden die Grundsätze des KVVG angewandt.

§ 5 Einberufung

Der Vorsitzende beruft den Gemeinsamen Ausschuss ein, wenn es zur ordnungsgemäßen Erledigung der Geschäfte erforderlich ist, mindestens jedoch 2mal jährlich.

Das Verfahrensrecht für Kirchenvorstände nach dem KVVG, z. B. Einladungsfristen, gilt auch für den Gemeinsamen Ausschuss.

§ 6 Zusammenarbeit

Die Mitglieder des Gemeinsamen Ausschusses wollen daraufhin wirken, dass das Ziel der engen und effektiven Zusammenarbeit untereinander zum Zwecke einer gemeinsamen Aufgabenerfüllung und Interessenvertretung gegenüber Dritten und eine dem Priestermangel angemessene Seelsorge erreicht wird. Außerdem soll durch die Kooperation eine Vielfalt der seelsorgerischen, caritativen und sozialen Einrichtungen in der gesamten Pfarreiengemeinschaft gefördert werden. Bei neuen Einrichtungen oder bei Entscheidungen über vorhandene Einrichtungen ist eine sinnvolle Verteilung zwischen den Kirchengemeinden unter Berücksichtigung der Stärken in den einzelnen Gemeinden anzustreben.

Pfarrgemeinde Hl. Geist - Unterzeichnet am 13.12.2010

Pfarrgemeinde Peter und Paul - Unterzeichnet am 14.12.2010

Pfarrgemeinde St. Maria Frieden - Unterzeichnet am 15.12.2010

Pfarrgemeinde St. Johann/ St. Marien - Unterzeichnet am 16.12.2010